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Wirtschaft Fahrzeugbauer kämpfen gegen Firmen-Aus
Nachrichten Wirtschaft Fahrzeugbauer kämpfen gegen Firmen-Aus
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00:01 21.06.2017
Mitarbeiter von Schmitz Cargobull im Warnstreik gegen eine drohende Schließung ihres Werkes in Toddin. Quelle: Foto: Cornelius Kettler

Mit ihrem beharrlichen Protest gegen die drohende Schließung der Fahrzeugbau-Firma Schmitz Cargobull in Toddin (Kreis Ludwigslust-Parchim) haben die Beschäftigten nach Angaben der IG Metall einen weiteren Etappensieg errungen. Die Entscheidung über die geplante Produktionseinstellung sei nun zunächst bis September vertagt worden. Der Aufsichtsrat habe gestern auf seiner Sitzung am Unternehmenssitz im nordrhein-westfälischen Horstmar die Vorlage von der Tagesordnung genommen, teilte ein Gewerkschaftssprecher mit. In den kommenden Monaten sollten, wie von der Belegschaft gefordert, Alternativen zur Werkschließung und zur Produktionsverlagerung in die Cargobull-Werke in Gotha und in Litauen geprüft werden. Schmitz Cargobull lässt in Toddin vor allem Kühlaufsätze für Lastwagen herstellen.

Aus Protest gegen die drohende Werkschließung waren die Beschäftigten in Toddin (Kreis Ludwigslust-Parchim) gestern in einen unbefristeten Streik getreten. In der Urabstimmung hatten sich 97 Prozent der rund 120 Mitarbeiter für den Arbeitskampf entschieden. Mit zwei Bussen waren etwa 80 Beschäftigte am Morgen von Toddin aus zum Unternehmenssitz nach Horstmar gefahren, um dort zur Tagung des Aufsichtsrats ihren Protest deutlich zu machen.

Am Kreiskrankenhaus Demmin (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) haben unterdessen gestern rund 120 Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt. „Wir hoffen, dass die Klinikleitung diesen Warnstreik jetzt endlich ernst nimmt“, sagte Verdi-Streikleiterin Martina Hartung in Demmin.

Mit der Aktion will die Gewerkschaft Druck auf die Klinikleitung ausüben, um wieder einen Haustarifvertrag für die rund 300 nicht-ärztlichen Beschäftigten und Auszubildenden zu erreichen. Hartung beklagte, dass das bisherige Angebot der Klinikleitung die länger angestellten Schwestern und Pfleger sowie die erst in den letzten Jahren angestellten Mitarbeiter in „Beschäftigte erster und zweiter Klasse teilt“.

OZ

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