Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Fehmarnbelt: Tunnelbau wird sechs Jahre dauern
Nachrichten Wirtschaft Fehmarnbelt: Tunnelbau wird sechs Jahre dauern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 01.04.2014
Kopenhagen

„Ich liebe Brücken“, bekennt Magnus Heunicke. Der Sozialdemokrat, 39 Jahre alt, ist seit acht Wochen neuer dänischer Verkehrsminister. Deshalb ist es fast ein Treppenwitz der Geschichte, dass der erklärte Brückenfan nun einen Tunnel zwischen Fehmarn und Lolland umzusetzen hat. Mit rund 18 Kilometern Länge wird der längste Absenktunnel der Welt entstehen. Er lasse die Region im Norden, Hamburg, Lübeck, Kopenhagen, Malmö, näher zusammenrücken. Mit einer High-Tech-Bahn könnte die Strecke Hamburg-Kopenhagen statt derzeit in vier Stunden 40 Minuten in 2:40 Stunden bewältigt werden. Der Fehmarnbelttunnel ist ein europäisches Thema, in dem Einzugsbereich leben 9 Millionen Menschen in drei Ländern.

Dass es in Norddeutschland zahlreiche kritische Stimmen zum Projekt gibt, kommt für den dänischen Minister nicht überraschend. Auch bei der Öresund-Querung, die Kopenhagen mit dem schwedischen Malmö

durch einen vier Kilometer langen Tunnel und eine anschließende zwölf Kilometer lange Hochbrücke verbindet, gab es anfangs eine Mehrheit gegen das Projekt. Rund 20 000 Arbeitspendler zwischen Dänemark und Schweden nutzen die Verbindung täglich.

Vor zwei Jahren ist die Entscheidung gefallen, dass die „Querung“ über den Fehmarnbelt nicht als Hochbrücke, sondern als Absenktunnel ausgeführt wird. Gegen ein Brückenbauwerk sprächen Sicherheitsbedenken, meint Steen Lykke, Technik-Chef von Femern A/S, das als staatliche Firma die Realisierung des 5,5 Milliarden-Euro-Projekts übernommen hat. Der wird sich über die Benutzungsgebühr refinanzieren. „Mitte 2015 wird es losgehen“, sagt Lykke. In Kopenhagen hofft man, dass Deutschland die 4-spurige Straßenanbindung und die Bahnstrecke hinbekommt. „2021 ist der Tunnel fertig“, meint der Minister. Reinhard Zweigler



OZ

Unternehmen hoffen auf ein Ende der Beitragspflicht. Kammern winken ab.

01.04.2014

Nach einer mehrmonatigen Ruhepause hat die Gewerkschaft Verdi die Streiks beim US-Versandhändler Amazon wieder aufgenommen.

01.04.2014

Die Lufthansa steuert mit vollem Schub in einen bislang beispiellosen Arbeitskampf. Wegen des Streiks ihrer Piloten stellt sie den Flugbetrieb ab Mittwoch für drei Tage nahezu ein.

01.04.2014
Anzeige