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Wirtschaft Fettig und ungesund: McDonald‘s in der Kritik
Nachrichten Wirtschaft Fettig und ungesund: McDonald‘s in der Kritik
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00:00 25.05.2013
„Wir haben uns geändert.“ McDonald's-Präsident Don Thompson Quelle: Mcdonald's / Handout
Rostock

Burger und Pommes sind das Erste, das den meisten Menschen zu McDonald‘s einfällt. Wegen dieses eher ungesunden Essens hagelte es b eim jüngsten Aktionärstreffen in den USA harsche Kritik.

Auch in Deutschland sieht sich die Branche häufig Vorbehalten und Ablehnung ausgesetzt. „Dabei kann man sich bei McDonald‘s ausgewogen ernähren“, hält Michael Wellmann entgegen.

„Wir haben gute Salate, Säfte und Milch.“ Der Kunde entscheide selbst, „ob er Gerichte mit viel oder wenig Kalorien wählt“, meint der 52-Jährige, der in Rostock, Warnemünde und Güstrow fünf McDonald‘s-Restaurants betreibt. Insgesamt gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 26 Restaurants der weltweit umsatzstärksten Fast-Food-Kette. Sie werden von selbstständigen Franchisenehmern wie Wellmann geführt, die der Kette Gebühren für die Nutzung der Marke zahlen.

Bundesweit gehören 1440 Restaurants zu dem 1940 in Kalifornien begründeten Schnellrestaurant-

Imperium, weltweit sind es mehr als 34 000.

Im Mutterland USA sieht sich Präsident Don Thompson derzeit scharfen Angriffen ausgesetzt, vor allem wegen der Werbung, die sich an Kinder richtet. Auf der Hauptversammlung am Donnerstag nahm die kleine Hannah Robertson (9) den Firmenchef in die Mangel: „Es ist nicht okay, wenn große Unternehmen Kinder zu ungesundem Essen verleiten mit Spielsachen oder Cartoon-Figuren“, sagte Hannah — und berichtet von Altersgefährten mit Übergewicht und Diabetes. „Herr Thompson, wollen Sie nicht, dass Kinder gesund essen, damit sie ein langes und glückliches Leben führen können?“

UN-Experten hatten 2012 eine Sondersteuer auf Junk Food — industriell gefertigtes, ungesundes Essen — gefordert. McDonald‘s als Marktführer habe eine besondere Verantwortung, meint Hannahs Mutter, Kia Robertson. „Diese Generation hat echte Probleme“, sagte die Frau, die mit ihrem Kind bei der Hauptversammlung in Oak Brook (US-Staat Illinois) dabei war, wo die Kette ihren Hauptsitz hat.

McDonald‘s-Chef Thompson aber meint: „Wir sind nicht der Auslöser für Fettleibigkeit.“ Nur drei bis vier Mal pro Monat esse der durchschnittliche Kunde bei McDonald‘s. Außerdem beteuert er: „Wir haben uns verändert. Wir verkaufen viel Obst und Gemüse.“ Zu Kindergerichten gibt es Äpfel oder Milch. Und Salate zu einem Preis, den sich jeder leisten kann.

Für den Manager, der seit 23 Jahren dabei ist, ist dies eine Gratwanderung. Schließlich darf er auch die Stammkundschaft nicht verprellen. Deshalb bekräftige er ebenfalls: „Wir stehen zu unseren Klassikern Big Mac, Pommes Frites, Hamburgern und Chicken McNuggets.“ Diese Produkte machen ein Viertel der Verkäufe aus. Aber: „Wir verkaufen kein Junk Food.“

Dass dies auch in Mecklenburg-Vorpommern gilt, dem widerspricht Sternekoch Tillmann Hahn (44) nicht. Minderwertig seien McDonald‘s-Produkte nicht, „sie sind geprüft und zugelassen, aber eben industriell stark verarbeitet mit Zusatzstoffen wie Emulgatoren und Stabilisatoren“. In den reinen Weißmehl-Brötchen fehlen Mineralstoffe. Vor allem aber kritisiert der Lebensmittel-Experte aus Bad Doberan, der sich in der Initiative „Ländlichfein“ für heimische Produkte einsetzt, die fehlende Regionalität der Fast-Food-Branche.

Elke Ehlers und Daniel Schnettler

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