Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Britisches Pfund auf Talfahrt

Wahl-Desaster für May Britisches Pfund auf Talfahrt

Das britische Pfund hat seine Talfahrt am Freitag nach dem Wahl-Desaster für die regierenden Konservativen fortgesetzt. Nach einem kräftigen Einbruch in der vergangenen Nacht ging es am Morgen aber nur noch vergleichsweise leicht nach unten.

Britischer Pfund

Quelle: dpa

Frankfurt/Main. Zuletzt erreichte der Kurs bei 1,2686 US-Dollar den tiefsten Stand seit Mitte April. Seit der Veröffentlichung der ersten Hochrechnungen hat das Pfund mittlerweile mehr als zwei Prozent an Wert eingebüßt.

Die kräftigen Kursverluste zeigten sich auch im Handel mit dem Euro. Hier erreichte der Kurs der britischen Währung am Morgen bei 1,1324 Euro den tiefsten Stand seit Mitte Januar. Auch zum Euro hat das Pfund seit den ersten Hochrechnungen etwas mehr als zwei Prozent an Wert verloren.

Europäische Börsen legen zu

Die europäischen Börsen haben am Freitag dagegen mit leichten Gewinnen auf das Wahldesaster für die britische Premierministerin Theresa May reagiert. Allerdings büßten die wichtigsten Aktienindizes einen Teil ihrer deutlichen Aufschläge im frühen Handel wieder ein.

So rückte der EuroStoxx 50 zuletzt um 0,51 Prozent auf 3581,90 Punkte vor. Wenige Minuten nach Handelsbeginn war er noch um knapp 1 Prozent angesprungen. Der französische CAC-40-Index legte um 0,63 Prozent auf 5297,61 Punkte zu. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand allerdings der Londoner FTSE 100. Nach einem Kursplus von mehr als 1 Prozent kurz nach Handelsbeginn lag er zuletzt noch mit 0,47 Prozent im Plus bei 7484,94 Punkten.

Die vorgezogenen Parlamentswahlen haben sich zu einem Desaster für die Premierministerin Theresa May entwickelt. Ihre konservative Partei hat die absolute Mehrheit im britischen Parlament verloren. Die Tories hatten am Freitagmorgen rechnerisch keine Chance mehr, über die Hälfte der 650 Wahlkreise zu gewinnen.

Großbritannien steht damit kurz vor Beginn der Verhandlungen über den EU-Austritt eine komplizierte Regierungsbildung bevor. May hatte die vorgezogene Wahl im April mit dem Ziel ausgerufen, die Regierungsmehrheit ihrer Partei im Unterhaus zu vergrößern und sich mehr Rückhalt für die Verhandlungen über den EU-Austritt zu verschaffen.

Unsere Berichte über die Großbritannien-Wahl

Presseschau: „Nun steht eine Periode des Durcheinanders bevor“

Nach Wahlniederlage: Herausforderer Corbyn fordert May-Rücktritt

Kommentar: Mays krachende Niederlage

Währungskurs: Britisches Pfund auf Talfahrt

Wirtschaft in Aufruhr: Was bedeutet das Wahlergebnis für den Brexit?

Das Ergebnis: Mays Konservative verlieren Regierungsmehrheit

Wahl an ungewöhnlichen Orten: Stimmabgabe in Waschsalon, Kirche oder Pub

Zum Schmunzeln, staunen, mitsingen: 6 Netz-Hits zur Großbritannien-Wahl

Von RND/dpa