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Wirtschaft Fipronil-Eier wieder aus dem Handel
Nachrichten Wirtschaft Fipronil-Eier wieder aus dem Handel
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00:33 13.06.2018

Nach dem erneuten Nachweis des Insektengifts Fipronil in Zehntausenden Eiern aus den Niederlanden bemühen die Behörden sich um Aufklärung. Wie das niedersächsische Landwirtschaftsministerium ankündigte, ist nach dem Gesetz zunächst eine zweite Untersuchung nötig, um sowohl die betroffene Packstelle im Landkreis Vechta als auch die entsprechenden Chargennummern veröffentlichen zu können. Damit können Verbraucher in den von den Eierlieferungen betroffenen Bundesländern Niedersachsen, Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen dann überprüfen, ob sie möglicherweise belastete Eier im Kühlschrank haben. Die Rücknahme der Eier aus den Läden wurde bereits veranlasst. Eine Gesundheitsgefahr für die Verbraucher gibt es nach Einschätzung der Behörden derzeit nicht.

Wieder gibt es Probleme mit belasteten Eiern. Quelle: Foto: Armin Weigel/dpa

Die Überwachungsbehörden kontrollierten die Rücknahme, erklärte eine Ministeriumssprecherin. Rund 73 000 von einem Bio-Betrieb in den Niederlanden gelieferte Eier waren vor Entdeckung der Belastung schon an den Handel geliefert worden.

Der neue Fund ist nach niederländischen Angaben eine Spätfolge der Krise von 2017. Offensichtlich befänden sich im Boden noch immer Reste des Stoffes, sagte der Sprecher der niederländischen Lebensmittelbehörde, Rob Hageman, am Dienstag. „Die Züchter setzen das Mittel nicht mehr ein.“ Sie müssten nun die Ursache der erneuten Belastung finden. Die Werte des Giftes seien deutlich geringer als auf dem Höhepunkt des Skandals im Sommer 2017, hieß es von der niederländischen Behörde. Das deute daraufhin, dass es um Reste des Stoffes gehe.

Die Grünen forderten Konsequenzen aus dem jüngsten Fipronil-Fund. „Wir brauchen Nummerncodes für eierhaltige Lebensmittel wie Nudeln“, sagte Bundestags-Sprecherin Renate Künast. Eine transparente Kennzeichnung mache den jeweiligen Betrieb rückverfolgbar, damit Produkte mit belasteten Eiern rasch aus dem Handel entfernt werden könnten.

Das Insektizid Fipronil, das bei der Lebensmittelerzeugung dienenden Tieren nicht verwendet werden darf, war 2017 einem Reinigungsmittel beigemischt und über eine niederländische Firma an Hühnerhalter verkauft worden. Danach gab es erst in den Niederlanden, dann auch in Deutschland und vielen weiteren Ländern erhebliche Rückrufe von Eiern und Eierprodukten. Seitdem wird auf Fipronil getestet.

A. Birschel

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