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Wirtschaft Firmen aus Lubmin helfen bei Kraftwerks-Sanierung in Ägypten
Nachrichten Wirtschaft Firmen aus Lubmin helfen bei Kraftwerks-Sanierung in Ägypten
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00:05 22.03.2016

Vorpommersche Unternehmer sind mit einem erfolgreichen Geschäftsabschluss im Gepäck aus Ägypten zurückgekehrt. In der Hauptstadt Kairo gründeten sie ein deutsch-ägyptisches Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture). Dessen Aufgabe soll es sein, bei der Sanierung und Modernisierung bestehender ägyptischer Gas- und Ölkraftwerke mitzuwirken, um die Energieeffizienz zu verbessern. Außerdem sollen sämtliche Pumpen und Armaturen gewartet werden. Nach der Inspektion der Kraftwerke soll für das zuständige Ministerium in Ägypten ein Strategieplan erarbeitet werden. Fach- und Führungskräfte sollen dafür in MV Erfahrungen sammeln.

An dem Joint Venture sind die Lubminer Firmen MAL Maschinen- und Armaturenwerkstatt sowie die Intervalve Research and Development GmbH beteiligt. Auch die anderen mit in Kairo vertretenen Firmen — die Industrie- und Kraftwerksservice GmbH & Co. KG, die Iso-Rüst-Bau GmbH und die BSR Metallbau- und Servicegesellschaft mbH (alle Lubmin) sowie die GD Planungs- und Erschließungsgesellschaft Hanshagen bei Greifswald — werden an der Erhöhung der Energieeffizienz in den bestehenden ägyptischen Kraftwerken mitarbeiten. „Für uns war diese einwöchige Reise nach Kairo außerordentlich erfolgreich. Ägypten hat einen enormen Energiehunger und wir bieten Lösungen an, die Situation schnell und zugleich langfristig zu verbessern“, erklärt Gerold Jürgens. Der Präsident des Unternehmerverbandes Vorpommern und Chef von Iso-Rüst-Bau leitete nicht nur die Delegation, sondern hatte im Vorfeld auch den Kontakt nach Ägypten hergestellt. „Der kam über die Zusammenarbeit mit anderen Firmen zustande, die bereits in Nordafrika aktiv sind. Mein Ansinnen war es, dass die heimische Wirtschaft stärker vom ägyptischen Markt profitiert.“ Denn: „Unser Know-how im Maschinen- und Anlagenbau kann sich weltweit sehen lassen“, betont er. Der von den vorpommerschen Firmen in Kairo durchgeführte Industrieworkshop sei hochkarätig besetzt gewesen und habe vor allem bei den Staatsunternehmen riesiges Interesse ausgelöst. „Die Presse in Kairo hat ausführlich über dieses Treffen berichtet. Für uns ist das ein Zeichen, dass wir mit unseren Ideen willkommen sind“, schätzt Gerold Jürgens ein.

Das sieht auch Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Rudolph (CDU) so, der die Unternehmer vom 17. bis 20. März begleitete. Und Gespräche mit dem Präsidenten des Industrieverbandes Ägyptens und mehreren Ministern führte, um die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit weiter zu verbessern. „Das Handelsvolumen zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Ägypten ist mit 48 Millionen Euro auf einem sehr niedrigen Niveau. Da gibt es viel Potenzial“, erklärt Rudolph. Aus Ägypten würden vor allem Kunststoffe, Rohstoffe und Textilien eingeführt. Exportiert würden derzeit Chemiefasern, Schnittholz und Milch.

Angesichts der Möglichkeiten, die der Absatzmarkt Ägypten für MV bietet, sieht der Staatssekretär zudem Chancen, dass sich hiesige Firmen auch bei neu im Bau befindlichen Kraftwerken als Serviceleister empfehlen. Für Rudolph steht fest: „Made in MV ist international begehrt wie nie.“

Von Cornelia Meerkatz

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