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Wirtschaft Flixbus greift auf US-Markt an
Nachrichten Wirtschaft Flixbus greift auf US-Markt an
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00:24 17.05.2018
Ein Flixbus in Las Vegas. Das Unternehmen beschränkt sich vorerst auf den Westteil der Vereinigten Staaten. Quelle: Foto: Flixbus/picasa

Flixbus hat Europa im Sturm erobert, jetzt will das Münchener Start-up auf dem US-Markt durchstarten. Firmenchef André Schwämmlein hat eine Mission: „Wir wollen Busfahren attraktiv für alle machen“, sagt der deutsche Unternehmer in Hollywood bei der Pressekonferenz zum Auftakt der US-Expansion. In Amerika, dem Land der Autobesitzer, wo auf längeren Strecken meist geflogen wird, ist das ein ambitioniertes Ziel. Flixbus will die US-Kunden mit „smarter und grüner Mobilität“ sowie günstigen Preisen und dem „besten Service“ überzeugen. Das dürfte allerdings nicht ganz einfach werden.

In den USA haben Fernbusse viel Tradition, aber einen schlechten Ruf als Reiseoption für Leute, die sich kein Flug- oder Zugticket leisten können. Der Greyhound-Bus – häufig besungen und in Hollywood-Filmen gezeigt – ist zwar ein fester Bestandteil der US-Popkultur. In der Realität machen ramponierte Sitze und stinkende Bordtoiletten die langen Fahrten durch das weite Land aber immer noch oft genug schwer erträglich. Doch die Branche hat den Kampf gegen das Schmuddel-Image aufgenommen und mit Flixbus sorgt nun ein neuer Anbieter für frischen Wind, der bereits Europa kräftig aufgemischt hat.

Die Münchener wollen die Expansion rasch vorantreiben. Der für das US-Geschäft zuständige Flixbus-Manager Pierre Gourdain setzt zur Kampfansage an die US-Konkurrenz an: „Dies wird unser größter Markt und unser größter Erfolg“, ist der Franzose sicher. Los Angeles werde das zweite globale Hauptquartier neben München werden. „Wir sind bereits die größte Marke im europäischen Fernbusmarkt“, ergänzt Unternehmenschef Schwämmlein. Das enorme Wachstum von Flixbus sollte US-Rivalen eigentlich ohnehin Warnung genug sein: Erst 2013 gegründet, überrollte die Firma Europa regelrecht – auch dank der Fusion mit dem damaligen deutschen Marktführer MeinFernbus. Flixbus steuerte Ende 2017 mit 250 000 Verbindungen pro Tag 1700 Ziele in 28 Ländern an. 40 Millionen Fahrgäste sind 2017 mit den grünen Bussen unterwegs gewesen.

H. Breustedt

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