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Flucht aus Abschiebe-Unterkunft: Chaos am Flughafen Hamburg

Flugausfälle und Verspätungen Flucht aus Abschiebe-Unterkunft: Chaos am Flughafen Hamburg

Eine Stunde Stillstand am Hamburger Flughafen: Aus einer Abschiebe-Unterkunft am Airport flüchtet ein abgelehnter Asylbewerber und löst damit einen größeren Einsatz der Bundespolizei aus. Es war nicht das erste Mal, dass jemand von dort verschwand.

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Vor dem Helmut-Schmidt-Airport in Hamburg: Der Flughafen ist am Abend gut eine Stunde lang gesperrt worden, weil Personen das Rollfeld betreten hatten.

Quelle: Daniel Bockwoldt

Hamburg. Acht Flüge gestrichen, zwölf Flüge verspätet: Die Flucht eines abgelehnten Asylbewerbers aus Albanien aus einer Abschiebe-Einrichtung am Hamburger Airport hat am Donnerstagabend erhebliche Probleme im Flugbetrieb verursacht. Es war befürchtet worden, dass er aufs Rollfeld gelaufen sein könnte.

Nach Angaben der zuständigen Hamburger Innenbehörde wurde ein 24-jähriger Algerier am Zaun der Abschiebe-Einrichtung entdeckt. Er gab später zu, dem Albaner über den Zaun geholfen zu haben.

Am Hamburger Flughafen war vor etwa einem Jahr die bundesweit erste Abschiebe-Unterkunft eröffnet worden. Es ist nicht das erste Mal, dass jemand von dort verschwindet. So soll es nach unbestätigten Berichten bereits zwei, drei Fälle in der Vergangenheit gegeben haben. Deshalb soll in der kommenden Woche über bauliche Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit beraten werden, sagte die Sprecherin.

Nach dem 22-jährigen Albaner wird noch gesucht. Er hatte seine Flucht offensichtlich gut vorbereitet. So war sein Bett in seinem Zimmer so gemacht, dass es aussah, als würde er dort schlafen, wie eine Sprecherin der Innenbehörde sagte. Als feststand, dass er verschwunden war, wurde der Flughafen informiert, da die Gefahr bestand, dass er aufs Rollfeld gelaufen seien könnte.

Nach Angaben des Flughafens und der Bundespolizei wurde der Flugverkehr um 20.15 Uhr eingestellt. Einsatzkräfte der Bundespolizei suchten das Areal ab, die Flughafenfeuerwehr leuchtete nach Angaben eines Bundespolizeisprechers das Rollfeld mit Scheinwerfern aus. Um 21.35 sei die Suche beendet worden.

Am Flughafen wurden die aufgeschobenen Flüge dann nach und nach abgearbeitet. Die Passagiere mussten in der Zwischenzeit im Terminal warten. „Das ist für die Fluggäste unangenehm, aber die meisten haben Verständnis, weil es sich um eine Sicherheitsfrage handelt“, sagte Sprecherin Janet Niemeyer.

Nach Informationen der Flugsicherung in Bremen wurden vier Maschinen, die ursprünglich in Hamburg landen sollten, dorthin umgeleitet. Ein Sprecher des Flughafens Hannover teilte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit, weitere acht Maschinen seien in der niedersächsischen Landeshauptstadt gelandet.

dpa

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