Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Flüge gestrichen: Ryanair droht Millionenstrafe in Italien
Nachrichten Wirtschaft Flüge gestrichen: Ryanair droht Millionenstrafe in Italien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:42 04.12.2017
Ryanair hatte im September den Unmut vieler Fluggäste auf sich gezogen, nachdem die Fluglinie Tausende von Flügen gestrichen hatte. Quelle: Niall Carson

Rom (dpa) - Dem irischen Billigflieger Ryanair droht in Italien eine Strafe von bis zu fünf Millionen Euro. Die Fluggesellschaft habe Kunden nicht ausreichend über gestrichene Flüge informiert, teilte die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM mit.

Ryanair hatte im September den Unmut vieler Fluggäste auf sich gezogen, nachdem die Fluglinie Tausende von Flügen gestrichen hatte. Als Grund gab das Unternehmen Fehler beim Erstellen der Dienstpläne an. Urlaubszeiten der Piloten seien nicht ausreichend berücksichtigt worden. Ryanair wies die Mitteilung am Abend zurück.

„Die italienische Zivilluftfahrtbehörde ENAC hat bereits bestätigt, dass „es keine Grundlage für die Anwendung von Sanktionen gegen Ryanair gibt““, sagte Ryanair-Sprecher Robin Kiely einer Mitteilung zufolge. Kiely sagte, die Behauptung der Kartellbehörde der „Nichteinhaltung“ sei unwahr und ohne Grundlage.

Die Behörde hatte zuvor betont, die Fluglinie sei angewiesen worden, betroffenen italienischen Fluggästen klar und deutlich ihre Optionen und Rechte in solchen Fällen aufzuzeigen. Am 25. Oktober hatte sie Ryanair zehn Tage Zeit gegeben, um auf diese Anordnung zu reagieren. Da dies nicht erfolgt war, sei ein Verstoßverfahren eingeleitet worden. Der Rahmen für mögliche Strafen liegt zwischen 10.000 und 5 Millionen Euro.

Mehr zum Thema

Der Billigflieger Ryanair kommt auffallend schlecht mit dem aus Lärmschutzgründen verhängten Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen zurecht.

30.11.2017

Wird die Lufthansa mit der Übernahme großer Teile von Air Berlin zu stark am Luftverkehrsmarkt? Das befürchten die Wettbewerbshüter der EU, deren Zweifel nun mit Zugeständnissen ausgeräumt werden sollen.

01.12.2017

Die Fluggesellschaft Ryanair will sich im Rennen um den Zugang zum Berliner Flughafen Tegel nicht geschlagen geben.

01.12.2017

Dieser Verkauf kostet bis zu 700 Jobs. Am Montag ging der Deal über die Techniksparte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin über die Bühne. Die Bietergemeinschaft Zeitfracht-Nayak übernimmt nur einen kleinen Teil der Beschäftigten. Über den Kaufpreis wurde Schweigen vereinbart.

04.12.2017

Das Bundeskartellamt hat dem Tickethändler Eventim Exklusivvereinbarungen mit Veranstaltern untersagt. Die Firma dürfe nicht vereinbaren, dass Tickets (nahezu) ausschließlich über „Eventim.net“ verkauft werden. Grund für das Urteil sei die besondere Marktstellung des Unternehmens.

04.12.2017

Zwei Telefonnummern für nur ein Smartphone – diese Möglichkeit bieten Dual-SIM-Handys. Doch für wen lohnt sich so ein Telefon, was sind die technischen Besonderheiten – und worauf muss man beim Kauf achten? Ein Überblick.

04.12.2017