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Flugzeugbauer fliegen auf Licht und Touchscreens aus Rostock

Rostock Flugzeugbauer fliegen auf Licht und Touchscreens aus Rostock

Diehl Aerospace entwickelt innovative Systeme für die internationale Luftfahrtbranche / Staatssekretär: Marktlücken als Chance für Wirtschaftswachstum nutzen

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Licht für Linienflieger: Swen Bergeler (46) arbeitet an einer LED-Kabinenbeleuchtung. Fotos (2): Frank Söllner

Rostock. Sie verleihen Airbus Flügel und setzen Langstreckenflieger ins perfekte Licht: 30 Ingenieure tüfteln im Rostocker Entwicklungszentrum des Unternehmens Diehl Aerospace an Produkten, mit denen die Luftfahrtindustrie international durchstartet. Neuester Auftrag der Hansestädter: Für Embraer, den viertgrößten Flugzeugbauer der Welt, entwickeln sie ein smartes Kabinen-

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Diehl Aerospace entwickelt innovative Systeme für die internationale Luftfahrtbranche / Staatssekretär: Marktlücken als Chance für Wirtschaftswachstum nutzen

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MV hebt ab

30 Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern sind landesweit in der Luft- und Raumfahrtbranche tätig. Zu ihnen zählen der Kabinensimulatoren-Bauer RST Rostock System-Technik, der Metallkomponenten-Fertiger FlammAerotec aus Schwerin und die Amas Engineering GmbH Neu Kaliß, Spezialist im Maschinen- und Sondermaschinenbau.

Management-System. Damit steuern Flugbegleiter künftig, wie hell und warm es in der Kabine ist – per Fingerdruck auf einem Touchscreen. Über den können sich Stewards und Stewardessen auch mit dem Bodenpersonal austauschen, Anschlussflüge checken oder Geräte in der Bordküche bedienen. „Wir entwickeln sowohl die Hard- als auch die Software dafür“, sagt Christoph Pieper, Standortleiter von Diehl Aerospace in Rostock.

Boeing, Bombardier – bei den Rostockern kaufen die Großen der Branche ein. Wichtigster Kunde ist die Nummer eins im Business:

„Ohne uns hebt kein Airbus ab“, sagt Gerardo Walle, Vorsitzender der Geschäftsführung von Diehl Aerospace. Für den A350 entwickeln die Ingenieure derzeit Auftriebsklappen, die das Fliegen energieeffizienter und damit billiger machen sollen. Bislang sorgten solche Teile für reibungslose Starts und Landungen. Mit der neuesten Generation soll sich zusätzlich während des Fluges die Flügelform so an die Verhältnisse anpassen lassen, dass möglichst wenig Kerosin verbraucht wird.

Die Mitarbeiter erfüllen zunehmend auch exklusive Wünsche von Airlines. Mit Redesignes von Hightech-Lampen. Dabei werden Beleuchtungssysteme in Farbe und Funktion so neu gestaltet, dass sie zum jeweiligen Kunden passen. Die Spots und Röhren bringen zum Beispiel Passagiere von Langstreckenfliegern ohne Jetlag ans Ziel. Das Prinzip: LEDs gaukeln Morgenröte oder Abendstimmung vor. So lässt sich der menschliche Bio-Rhythmus überlisten.

Für Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Rudolph ist Diehl ein Paradebeispiel für eine „hochinnovative Branche“, die für das Land an Bedeutung gewinne. „Solche Unternehmen brauchen wir.“

Schließlich seien Betriebe, die Marktlücken bedienen, die Chance für das Land, stärker am Welthandel zu partizipieren. „Momentan sind wir, was die Industriedichte betrifft, aber nur halb so gut wie der Bundesdurchschnitt.“ Um das zu ändern, müsse man MV als Standort für Neuansiedlungen besser vermarkten. „Wir können mehr als Tourismus und Landwirtschaft. Wir schaffen es aber noch nicht gut genug, das zu zeigen“, räumt Rudolph ein.

Mehr als 1000 Menschen arbeiten in MV daran, Lösungen für Flugzeughersteller zu entwickeln oder zu bauen. Um auf dem Weltmarkt bestehen zu können, haben sich 26 Unternehmen dem Luft- und Raumfahrtnetzwerk MV angeschlossen. Das soll dabei helfen, Know-how auszubauen, neue Märkte und Kunden zu erobern sowie Produkte bestmöglich zu vermarkten. Das Wirtschaftsministerium bezuschusst diese Arbeit bis 2018 mit rund 153000 Euro.

Antje Bernstein

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