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Forscher prognostizieren Rekorde am Arbeitsmarkt

44,26 Millionen Jobs Forscher prognostizieren Rekorde am Arbeitsmarkt

Mehr Beschäftigte und weniger Arbeitslose: Der deutsche Jobmarkt wird in diesem Jahr laut Experten gleich mehrere neue Bestwerte erreichen. Das Risiko, entlassen zu werden, sei so gering wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

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Die weiterhin gute Lage am Arbeitsmarkt beflügelt das Wirtschaftswachstum in Deutschland.

Quelle: Peter Kneffel

Nürnberg. Der Arbeitsmarkt in Deutschland wird in diesem Jahr nach Einschätzungen von Forschern gleich mehrere Rekorde aufstellen.

Die Zahl der Erwerbstätigen soll laut einer Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) auf einen Höchststand steigen - um rund 670 000 auf 44,26 Millionen Menschen in Lohn und Brot. Die Zahl der Arbeitslosen dagegen werde im Jahresdurchschnitt voraussichtlich bei 2,53 Millionen liegen - das wäre der tiefste Stand nach 1990. Im Vergleich zum vergangen Jahr läge der Schnitt um etwa 160 000 niedriger.

„Die gute Entwicklung kompensiert die zusätzlichen Arbeitslosmeldungen von Flüchtlingen“, sagte Enzo Weber, Experte des zur Bundesagentur für Arbeit gehörenden IAB laut einer Mitteilung am Freitag in Nürnberg.

Auch bei der Zahl der Menschen mit einem regulären Job soll es einen Rekord geben: 2017 werden laut der Prognose 32,26 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein. Das wäre ein Plus von 760 000 im Vergleich zum Vorjahr. „Dabei handelt es sich um den stärksten Anstieg seit der Wiedervereinigung“, schreiben die Forscher. Insgesamt wären damit in diesem Jahr so viele Menschen wie nie zuvor sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Die meisten neuen Jobs werde es in den Bereichen „öffentliche Dienstleister“, „Erziehung“ und „Gesundheit“ geben (+270 000). Einen Rückgang sehen die Forscher nur in der Finanzbranche (-20 000).

Trotz des demografischen Wandels erreiche auch die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte einen Höchststand: Das sogenannte Erwerbspersonenpotenzial soll um 320 000 auf 46,76 Millionen steigen. Hauptgründe seien die Zuwanderung, sowie mehr erwerbstätige Frauen und Ältere. „Das Erwerbspersonenpotenzial wächst damit 2017 nicht einmal halb so stark wie die Erwerbstätigkeit. Verfügbare Arbeitskräfte werden also knapper“, betonte Weber. Betriebe würden ihre Beschäftigten daher halten - das Risiko, den Job zu verlieren, sei auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken.

Das IAB erwartet für 2017 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,4 Prozent. Im vergangenen Jahr nahm es um 1,9 Prozent zu. Ein wichtiger Grund für das geringere Wachstum sei, dass es in diesem Jahr deutlich weniger Arbeitstage gebe.

dpa

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