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Wirtschaft Forschungsyacht in Greifswald zu Wasser gelassen
Nachrichten Wirtschaft Forschungsyacht in Greifswald zu Wasser gelassen
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00:33 03.05.2018
Die 22 Meter lange Hochsee- Forschungsyacht mit Hybridantrieb wurde gestern in der Michael- Schmidt-Yachtbauwerft zu Wasser gelassen. Quelle: Foto: Sauer/dpa

Greifswald/Kiel/Mainz. Eine neue Hochsee-Forschungsyacht für die Meeres- und Klimaforschung ist in Greifswald gebaut worden. Die 22 Meter lange Segelyacht mit Hybridantrieb wurde am Mittwoch von der Werft Michael-Schmidt- Yachtbau zu Wasser gelassen und soll am 11. Mai am Geomar in Kiel getauft werden. Mit dem hoch spezialisierten Schiff wollen Forscher künftig im Atlantik, im  Südpolarmeer und im Ostpazifik kontaminationsfrei Meerwasser-, Plankton- und Luftproben sammeln und analysieren, wie eine Sprecherin des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz sagte. Das Institut ist Betreiber des Schiffes. Der Neubau wurde mit 3,5 Millionen Euro von der Schweizer Werner Siemens-Stiftung finanziert.

Die Wissenschaftler wollen mit der Yacht die unmittelbare Luftschicht über und die oberen 1000 Meter Wasser in den Ozeanen erforschen. Dabei nehmen sie die lichtdurchfluteten Zonen und die darunter liegende „Twilight Zone“ in den Blick. In diesen Meerestiefen findet der Großteil der chemischen und biologischen Abbau- und Austauschprozesse statt, wie das Institut mitteilte.

Die Segelyacht besteht aus einem Glasfaserkunststoff-Rumpf und ist mit einem Hybridantrieb ausgestattet. Dadurch würden Verunreinigungen der Proben mit Spurenmetallen aus dem Rumpf oder durch Dieselabgase vermieden. Dies sei Voraussetzung, um kleinste atmosphärische Teilchen wie Staub, Gase oder Spurenelemente im Wasser kontaminationsfrei zu messen. Die Yacht wird zudem mit einem Reinraumlabor ausgestattet. Martina Rathke

OZ

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