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Wirtschaft Für Winterkorn wird es eng
Nachrichten Wirtschaft Für Winterkorn wird es eng
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10:30 04.05.2018
Martin Winterkorn drohen in den USA bis zu 25 Jahre Haft. Quelle: dpa
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Wolfsburg

Die Ermittler in den USA lassen im Diesel-Skandal nicht locker. Zwar hat der VW-Konzern seine Abbitte in Milliardenhöhe geleistet, aber danach stellten sie die Arbeit keineswegs ein – jetzt geht es gegen ehemals leitende Angestellte des Konzerns, allen voran Martin Winterkorn. Es sind keine neuen Erkenntnisse, die zur Anklage gegen den ehemaligen Konzernchef geführt haben. Dass er im Mai 2014 eine Notiz über die Abgasprobleme in den USA bekommen hat, ist lange bekannt. Doch während in Deutschland erst einmal die Aussage genügt, dass er sie nicht sicher wahrgenommen habe, formen die US-Ermittler daraus ein Kernstück ihrer Anklage.

Das ist mehr als irgendeine Justiz-Show. Für Winterkorn ist es auch nicht damit getan, künftig Länder zu meiden, die in die USA ausliefern. Die Anklage schafft den deutschen Ermittlern neues Futter, und den Konzern stellt sie erneut vor die Frage, ob er Winterkorn auf Schadensersatz verklagen muss.

Vor allem aber führt das Verfahren wieder ein Stück näher zur Wahrheit. Denn VW mag noch so oft Besserung geloben und Ethik-Konzepte schreiben: Wie es wirklich zum Dieselbetrug gekommen ist, bleibt bis heute im Nebel. Dass Winterkorn wirklich überhaupt nichts wusste, wie er stets versichert, kann man mit guten Gründen anzweifeln. Diese Vorgänge aufzuklären, ist letztlich auch im Sinne des VW-Konzerns. Denn nur dann kann er glaubwürdig einen Schlussstrich unter die Affäre ziehen. Dass es noch längst nicht so weit ist, hat gerade erst die heftige Aktionärskritik auf der Hauptversammlung gezeigt.

Von Stefan Winter/RND

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