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GDL will Lokführer-Image aufpollieren

Tarifverhandlungen GDL will Lokführer-Image aufpollieren

Mehr Geld und bessere Arbeitszeitplanung sind für die Lokführer nicht alles. Ihre Gewerkschaft GDL will auch das Image des Berufs verbessern. Zumindest auf diesem Feld hat die Bahn bereits gehandelt.

Frankfurt/Main. Vor der zweiten Verhandlungsrunde mit der Deutschen Bahn AG hat die Lokführergewerkschaft GDL zusätzliche Tarifforderungen erhoben.

Darunter seien „längst überfällige Regelungen“, sagte ein GDL-Sprecher. Ohne einen Nachwuchskräfte-Tarifvertrag werde es keinen Abschluss geben, drohte die Gewerkschaft vor dem für Dienstag in Frankfurt angesetzten Treffen. Dort soll insbesondere die Fahrtkostenerstattung für angehende Lokführer geregelt werden.

Zudem will die GDL das gesamte Zugpersonal den Lokführern gleichstellen, wenn es um Schutzvorschriften bei einer dauerhaften Dienstunfähigkeit geht. Im grenzüberschreitenden Verkehr sollen GDL-Vereinbarungen mit der dänischen Gewerkschaft tarifvertraglich festgehalten werden.

Neben dem Tarifwerk verlangt die GDL von der DB AG eine gemeinsame Imagekampagne, um das Ansehen des Zugpersonals zu verbessern. Das Personal müsse in den Zügen mit einem gestärkten Hausrecht ausgestattet werden, verlangte GDL-Chef Claus Weselsky. Schädlich für das Ansehen und Ursache für die Einstellungsflaute sei die von der DB ausgelöste Debatte um autonomes Fahren und automatische Fahrkartenkontrollen.

Die Bahn ihrerseits hat den Werbe-Etat für das Personalmarketing neu vergeben. Den Zuschlag für drei Jahre erhielten die Agenturen Torben, Lucie und die gelbe Gefahr (TLLG), Thjnk sowie Possible Worldwide, wie die Bahn am Montag mitteilte. Die Kreativen sollen einen Nachfolger für die Kampagne „Kein Job wie jeder andere“ entwickeln.

Die Tarifrunde hatte vor zwei Wochen begonnen, als die GDL zunächst ihre Forderungen nach 4,0 Prozent mehr Geld und verbesserten Arbeitsbedingungen etwa bei Schichtrhythmen und planbarer Arbeitszeit vorgestellt hatte. GDL-Chef Weselsky hatte dabei den Vorrang der Arbeitszeitregelungen betont. Bahn-Vorstand Ulrich Weber hat für die Runde in Frankfurt ein erstes Angebot zu Gehältern und Arbeitszeiten angekündigt.

Die Bahn verhandelt wie in der vorherigen Runde parallel mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Insgesamt geht es um 150 000 Beschäftigte der Bahn in Deutschland.

dpa

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