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GM-Chefin Barra muss sich US-Kongress wegen Pannenserie stellen

Washington GM-Chefin Barra muss sich US-Kongress wegen Pannenserie stellen

Unangenehme Fragen hartnäckiger US-Abgeordneter warten auf Mary Barra, wenn die Konzernchefin von General Motors (GM) wegen der tödlichen Pannenserie des Autobauers am Dienstag ...

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GM-Chefin Barra muss sich wegen der Pannenserie unangenehme Fragen anhören. Foto: Tannen Maury

Washington. Unangenehme Fragen hartnäckiger US-Abgeordneter warten auf Mary Barra, wenn die Konzernchefin von General Motors (GM) wegen der tödlichen Pannenserie des Autobauers am Dienstag in den Kongress zitiert wird.

Mehr als 2,6 Millionen Fahrzeuge hat die Opel-Mutter mittlerweile wegen Problemen an den Zündschlössern zurückgerufen, die Unfälle mit mindestens 13 Toten verursachten. Die wichtigste Frage in Washington wird lauten: Wurde das Problem ein ganzes Jahrzehnt lang ignoriert?

Rund 235 000 Seiten Unterlagen haben Ermittler des Kongresses angehäuft, um die Sitzungen am Dienstag und Mittwoch vorzubereiten. Schon die erste Einschätzung fällt düster aus: „Obwohl wir die Dokumente erst seit weniger als einer Woche haben, zeichnen sie ein beunruhigendes Bild“, heißt es in einer Stellungnahme vom Ausschuss-Vorsitzenden Fred Upton und vom Vorsitzenden des Ermittlungsausschusses Tim Murphy.

Weil Barra den Posten als GM-Chefin erst seit Januar innehat, scheint zweifelhaft, ob der Termin im Ausschuss des Repräsentantenhauses und einer zweiten Anhörung im Senat am Mittwoch viel Klarheit schaffen kann.

Dass sie sich nach möglicherweise jahrelangen Versäumnissen des Konzerns Transparenz auf die Fahnen geschrieben hat, zeigt der jüngste Rückruf knapp einer Million weiterer Autos, bei denen es sich meist um Chevrolets, Pontiacs und Saturns handelt, die in den USA verkauft wurden.

Nicht nur Barra muss sich wegen der Pannenserie unangenehme Fragen anhören. Auch David Friedman, der die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA überwacht, wird sich dem Vorwurf stellen müssen, dass die tödliche Gefahr nicht rechtzeitig erkannt wurde. 2007 entschied sich die Behörde, keine Untersuchungen aufzunehmen, obwohl vier tödliche Crashs, 29 Beschwerden und 14 weitere Berichte auf das Problem mit den Zündschlössern aufmerksam machten. 2010 kam die NHTSA nach mehrfachen Berichten über Airbags, die nicht öffneten, zu derselben Entscheidung, heißt es in einem Memorandum vom Sonntag.

„Leben stehen auf dem Spiel“, schreiben Upton und Murphy. Auf den Punkt genau wollen sie festlegen, an welcher Stelle „das System“ versagt hat. Mit welch geringem Aufwand die möglicherweise tödlichen Unfälle vermieden werden könnten, beziffert der Zulieferer Delphi, der die Originalschlösser hergestellt hatte: Der Wechsel des Zündschlosses sei eine Sache von wenigen Minuten, in der Produktion kostet das Teil zwischen 2 und 5 Dollar.



dpa

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