Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Gehälter in tarifgebundenen Betrieben stärker gestiegen

Wiesbaden Gehälter in tarifgebundenen Betrieben stärker gestiegen

Tarifbeschäftigte haben im vergangenen Jahr höhere Lohnzuwächse erzielt als nicht nach Tarif bezahlte Arbeitnehmer.

Voriger Artikel
Verschiebung der Zeitumstellung in Türkei trifft den Flugverkehr
Nächster Artikel
Bericht: AKW Grafenrheinfeld geht sieben Monate früher vom Netz

Trotz niedriger Inflation haben die Beschäftigten in Deutschland 2013 preisbereinigt weniger verdient als 2012. Foto: Arno Burgi

Wiesbaden. Tarifbeschäftigte haben im vergangenen Jahr höhere Lohnzuwächse erzielt als nicht nach Tarif bezahlte Arbeitnehmer.

Das geht aus der am Freitag veröffentlichten endgültigen Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamt für das Jahr 2013 hervor. Die Tarifbeschäftigten hatten brutto 2,4 Prozent mehr in der Tasche als im Jahr zuvor, ihre Kollegen in den nicht tarifgebundenen Firmen kamen hingegen nur auf ein Plus von 0,8 Prozent.

Diese Lücke und allgemein abgesenkte Sonderzahlungen führten zu einem relativ niedrigen durchschnittlichen Gehaltsplus von 1,4 Prozent, das damit knapp unter der allgemeinen Preisentwicklung von 1,5 Prozent lag. Erstmals seit dem Krisenjahr 2009 mussten die deutschen Arbeitnehmer daher im Schnitt einen leichten Reallohnverlust von 0,1 Prozent hinnehmen.

Das Bundesamt berichtigte die vorläufige Angabe vom Februar, als es nach vorläufigen Zahlen noch von einem Reallohnverlust von 0,2 Prozent ausgegangen war. Das jährliche Durchschnittsgehalt eines Vollzeitbeschäftigten stieg auf 45 523 Euro brutto.

Nur noch rund die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer ist nach Einschätzung des Bundesamtes tarifgebunden beschäftigt. Die Bruttomonatsverdienste dieser Gruppe sind laut Statistik ohne Sonderzahlungen um 2,4 Prozent gestiegen und lagen damit deutlich über der Inflation. Das WSI-Tarifarchiv der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung hatte bereits im Januar über ein Lohnplus von 2,7 Prozent für die Tarifbeschäftigten berichtet.

Die Sonderzahlungen an sämtliche Arbeitnehmer waren 2013 nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) meist wegen der schwachen konjunkturellen Entwicklung von den Unternehmen zurückgefahren worden. Bereinigt um diesen Effekt wären die durchschnittlichen Bruttogehälter um 1,8 statt um 1,4 Prozent gestiegen, betonten die Wiesbadener Statistiker.

Im Langzeitvergleich der Nominallöhne zeigen sich zudem Unterschiede zwischen den verschiedenen Beschäftigtengruppen. So stiegen seit 2007 die Gehälter von Frauen schneller als die von Männern, Teilzeitbeschäftigte profitierten mehr als Vollzeitkräfte, Leitende Angestellte mehr als Ungelernte und die neuen Länder holten im Vergleich zum Westen auf. Sämtliche Gruppen konnten sich aber zumindest über einen langfristigen Reallohnzuwachs oberhalb der Teuerung freuen.



dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.