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Nachrichten Wirtschaft Gehälter in tarifgebundenen Betrieben stärker gestiegen
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08:57 29.03.2014
Trotz niedriger Inflation haben die Beschäftigten in Deutschland 2013 preisbereinigt weniger verdient als 2012. Foto: Arno Burgi
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Wiesbaden

Tarifbeschäftigte haben im vergangenen Jahr höhere Lohnzuwächse erzielt als nicht nach Tarif bezahlte Arbeitnehmer.

Das geht aus der am Freitag veröffentlichten endgültigen Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamt für das Jahr 2013 hervor. Die Tarifbeschäftigten hatten brutto 2,4 Prozent mehr in der Tasche als im Jahr zuvor, ihre Kollegen in den nicht tarifgebundenen Firmen kamen hingegen nur auf ein Plus von 0,8 Prozent.

Diese Lücke und allgemein abgesenkte Sonderzahlungen führten zu einem relativ niedrigen durchschnittlichen Gehaltsplus von 1,4 Prozent, das damit knapp unter der allgemeinen Preisentwicklung von 1,5 Prozent lag. Erstmals seit dem Krisenjahr 2009 mussten die deutschen Arbeitnehmer daher im Schnitt einen leichten Reallohnverlust von 0,1 Prozent hinnehmen.

Das Bundesamt berichtigte die vorläufige Angabe vom Februar, als es nach vorläufigen Zahlen noch von einem Reallohnverlust von 0,2 Prozent ausgegangen war. Das jährliche Durchschnittsgehalt eines Vollzeitbeschäftigten stieg auf 45 523 Euro brutto.

Nur noch rund die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer ist nach Einschätzung des Bundesamtes tarifgebunden beschäftigt. Die Bruttomonatsverdienste dieser Gruppe sind laut Statistik ohne Sonderzahlungen um 2,4 Prozent gestiegen und lagen damit deutlich über der Inflation. Das WSI-Tarifarchiv der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung hatte bereits im Januar über ein Lohnplus von 2,7 Prozent für die Tarifbeschäftigten berichtet.

Die Sonderzahlungen an sämtliche Arbeitnehmer waren 2013 nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) meist wegen der schwachen konjunkturellen Entwicklung von den Unternehmen zurückgefahren worden. Bereinigt um diesen Effekt wären die durchschnittlichen Bruttogehälter um 1,8 statt um 1,4 Prozent gestiegen, betonten die Wiesbadener Statistiker.

Im Langzeitvergleich der Nominallöhne zeigen sich zudem Unterschiede zwischen den verschiedenen Beschäftigtengruppen. So stiegen seit 2007 die Gehälter von Frauen schneller als die von Männern, Teilzeitbeschäftigte profitierten mehr als Vollzeitkräfte, Leitende Angestellte mehr als Ungelernte und die neuen Länder holten im Vergleich zum Westen auf. Sämtliche Gruppen konnten sich aber zumindest über einen langfristigen Reallohnzuwachs oberhalb der Teuerung freuen.



dpa

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