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Geldautomaten-Gebühr: Verbraucherschützer klagen

Frankfurt/M Geldautomaten-Gebühr: Verbraucherschützer klagen

Banken und Sparkassen drehen in Zinsflaute an der Gebührenschraube / Einige fordern Geld beim Abheben, informieren aber kaum

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Ärger um Gebühren für das Abheben. Kunden in Berlin stehen an Bankautomaten.

Quelle: Foto: Tobias Kleinschmidt/dpa

Frankfurt/M. Gebühren, die einige Finanzhäuser von eigenen Kunden fürs Geldabheben am Bankautomaten verlangen, sorgen für Ärger: Verbraucherschützer ziehen vor Gericht. „Wir haben klare Belege, dass drei Institute ihre Kunden vorher nicht ausreichend über die Preisänderung informiert haben“, sagte Finanzmarktwächter Kay Görner von der Verbraucherzentrale Sachsen. „Ein Verfahren gegen eine Berliner Genossenschaftsbank läuft bereits vor dem Landgericht Halle.“

Görner zufolge müssen Banken und Sparkassen ihre Kunden zwei Monate vor geplanten Preisänderungen informieren und sie auf ihr Kündigungsrecht aufmerksam machen. „Bei den drei Instituten fehlte der korrekte Verweis auf das fristlose und kostenfreie Kündigungsrecht.“ Nach Recherchen des Finanzportals Biallo verlangten zuletzt rund 40 Sparkassen und etwa 150 Volksbanken von einem Teil ihrer Kunden – je nach Kontomodell – Gebühren fürs Abheben von Bargeld. Die Höhe ist sehr unterschiedlich. Manche gewähren ihren Kunden im Monat bis zu fünf kostenlose Abhebungen.

Andere kassieren gleich beim ersten Mal. Laut „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ haben einige Sparkassen und Volksbanken das Entgelt wieder abgeschafft, teils auch, weil es sich nicht gelohnt habe. Besonders ärgerlich ist aus Sicht von Verbraucherschützer Görner, wenn Kunden am Automaten nicht auf die Gebühr hingewiesen werden. Zwar seien Finanzhäuser dazu nicht grundsätzlich verpflichtet. „Im Einzelfall kann aber Irreführung des Verbrauchers vorliegen. Dann können wir dagegen vorgehen.“ Görner mahnte: „Wir sehen die Institute in der Pflicht, ihre Kunden transparent zu informieren.“ Deutscher Sparkassen- und Giroverband und Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken hatten darauf ver wiesen, dass Abheben für ihre Kunden grundsätzlich weiter kostenlos sei. Nur wer ein entsprechendes Kontomodell wähle, zahle Gebühren.

Bei Mitgliedern der sogenannten Cash Group – Commerzbank, Deutsche Bank, Hypovereinsbank und Postbank – ist die Bargeldversorgung am Automaten für eigene Kunden und Cash-Group-Kunden nach wie vor kostenlos.

OZ

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