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Genting baut neue Werfthalle in Wismar

Wismar Genting baut neue Werfthalle in Wismar

Land stellt Konzern aus Asien Fördermittel in Aussicht / Auch Bürgschaften möglich

Wismar. Die Genting-Gruppe investiert in den Neustart ihrer Werften in Mecklenburg-Vorpommern. Das Schweriner Wirtschaftsministerium bestätigte gestern indirekt Berichte, nach denen der Standort Wismar vergrößert werden soll. „Wir freuen uns, dass unsere Gespräche und Begleitung Früchte getragen haben“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gestern der OZ. Es sei wichtig, dass die Arbeitsplätze erhalten blieben und dass Zulieferer gestärkt werden.

„Wir freuen uns, dass unsere Gespräche Früchte tragen.“

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU)

Glawe bestätigte Gespräche mit dem Konzern aus Malaysia über Fördermittel für den Ausbau des Wismarer Betriebs. Laut NDR geht es um Steuermittel-Zuschüsse von bis zu drei Millionen Euro. Der Konzern will offenbar 60 Millionen Euro für eine Halle investieren. Außerdem sollen das Trockendock verlängert und eine neue Schweißanlage angeschafft werden.

Im Gespräch sind zudem Landes-Bürgschaften für die Werften-Gruppe mit den Standorten in Bremerhaven, Stralsund, Wismar und Warnemünde. „Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Schiffbaufinanzierungen ein Thema werden“, teilt das Wirtschaftsministerium mit. Im November war von Bürgschaften in Höhe von 800 Millionen Euro die Rede, für sieben Schiffe. Damals sollte die bisherige Werften-Gesellschaft Nordic Yards Rümpfe für die Lloyd-Werft Bremerhaven bauen. Stattdessen kaufte Genting dann die MV-Werften.

Der Bau der Schiffe soll 2017 beginnen. Bereits in den kommenden Wochen wechseln rund 400 Beschäftigte von Nordic Yards zu Genting, weitere 400 im Juni (OZ berichtete). Der Betriebsübergang erfolgt stufenweise, Nordic Yards baut noch eine Offshore-Plattform zu Ende — mit abnehmendem Personalbedarf. Alle 1400 Arbeitsplätze in MV sind sicher, versicherte Genting im März. In der Übergangszeit will die Lloyd-Gruppe für einen Teil der Beschäftigten Kurzarbeit beantragen. Das Landeswirtschaftsministerium bestätigt entsprechende Gespräche, die zusammen mit dem Sozialministerium und der Bundesagentur für Arbeit geführt werden.

Die Asiaten wollen in Deutschland Kreuzfahrt- und Flusskreuzfahrtschiffe für den stark wachsenden chinesischen Markt bauen. Zu Genting gehören die Kreuzfahrtmarken Star Cruises, Crystal Cruises und Dream Cruises. Mit den deutschen Werften setzt der Konzern darauf, ohne lange Wartezeiten und kostengünstig an neue Schiffe zu kommen. Der Genting-Neubau „Genting Dream“ ist bereits in Arbeit — allerdings noch auf der Meyer Werft in Papenburg (Niedersachsen). Der will die Lloyd- Gruppe ab dem kommenden Jahr Konkurrenz machen.

OZ

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