Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Gerichtshof: Kein Gebühren-Schummel mehr bei Flugpreisen
Nachrichten Wirtschaft Gerichtshof: Kein Gebühren-Schummel mehr bei Flugpreisen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:26 16.01.2015

Flugportale müssen Kunden schon am Anfang der Buchung den Endpreis inklusive Steuern und Gebühren anzeigen.

Es ist unzulässig, Buchungsgebühren, Steuern oder Kerosinzuschläge erst bei Abschluss einer Buchung anzuzeigen, wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem gestern verkündeten Urteil entschied.

Der Verbraucherzentralen Bundesverband (vzbv) setzte das Urteil im Streit mit der Fluggesellschaft Airberlin durch. „Wir werden mit dieser strengen Auslegung der EU-Richtlinie zur Preistransparenz besser gegen Reisevermittler vorgehen können, die ihre Servicepauschalen nicht von Anfang an angeben“, sagte eine Sprecherin des vzbv in Berlin. Airberlin hat die Preisdarstellung laut vzbv auf seinem Online-Portal bereits geändert: Mittlerweile würden alle Preise als Endpreise angegeben. Die Airline hatte dem Ausgangsverfahren zufolge etwa bei einem Flug von Berlin nach Frankfurt einen Preis von 41 Euro angezeigt. Tatsächlich mussten Kunden dafür aber einschließlich Steuern und Gebühren 74 Euro zahlen. Der Gesamtpreis war nur für den jeweils voreingestellten oder angeklickten Flug aufgeführt. Dies wertete der EuGH nun als Verstoß gegen das Gebot der Preistransparenz. Nach den Erfahrungen von Reiserechtler Holger Hopperdietzel, Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Reiserecht, betrifft das Problem aber mittlerweile kaum noch die Fluggesellschaften, sondern vor allem die Vermittler von Flugreisen im Internet.

Die Zeitschrift „Clever reisen“ fand jüngst in einem Test heraus, dass mehrere Portale während der Buchung Gebühren auf den Ausgangspreis aufschlagen, die zunächst nicht ersichtlich sind. Durch diese Methode wird für Verbraucher der Preisvergleich erschwert.

Verteuert sich ein Flug bei der Buchung durch Gebühren, können Verbraucher die Differenz nicht zurückfordern. „Der Vertrag kommt unter den Bedingungen zustande, die das Portal aufstellt“, sagt Hopperdietzel.



OZ

Die Verbraucher haben Deutschland mit ihrer Konsumfreude das stärkste Wachstum seit Jahren beschert. Unter dem Strich legte die größte Volkswirtschaft Europas im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent zu.

16.01.2015

Behörde verhängt gegen Schweinezüchter ein Zwangsgeld in Höhe von 50000 Euro.

16.01.2015

Google versucht einen Neuanfang bei der schwerfällig gestarteten Datenbrille Glass.

16.01.2015
Anzeige