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Geringere Bahn-Dividende für den Bund

Berlin Geringere Bahn-Dividende für den Bund

Die Bahn soll angesichts eines Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr weniger Dividende an den Bund als Eigentümer zahlen.

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Nach dem Wirbel um Ronald Pofalla will Bahnchef Rüdiger Grube dem Aufsichtsrat eine Neuordnung der Regierungskontakte vorschlagen. Foto: Michael Kappeler/Archiv

Berlin. Die Bahn soll angesichts eines Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr weniger Dividende an den Bund als Eigentümer zahlen. Die Ausschüttung von 200 Millionen Euro soll nach Angaben aus dem Bundesverkehrsministerium in voller Höhe wieder ins Schienennetz investiert werden.

Im Jahr zuvor hatte der Konzern eine Dividende von 525 Millionen Euro abgeführt. Ihre Bilanz für 2013 legt die Bahn an diesem Donnerstag vor. Laut Konzernkreisen standen unter dem Strich 649 Millionen Euro Gewinn nach 1,48 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

Die Bundesmittel für das Gleisnetz sollen laut Ministerium von zuletzt 2,75 Milliarden Euro im Jahr in den nächsten Jahren erhöht werden: um 200 Millionen Euro in diesem Jahr, um 400 Millionen Euro 2016 und um 450 Millionen Euro im Jahr 2017. Bahnchef Rüdiger Grube hatte wiederholt gefordert, für den Erhalt des Schienennetzes mehr Geld zur Verfügung zu stellen.

Der Aufsichtsrat der Bahn beriet am Mittwoch in Berlin über den Jahresabschluss 2013, einen Bericht zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung und die politische Kontaktpflege des Konzerns. Vorstandschef Grube hatte viel Kritik mit seinem Vorhaben ausgelöst, den früheren Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) in den Vorstand zu holen. Nun wollte er dem Aufsichtsrat eine Neuordnung der Regierungskontakte vorschlagen, die keine Vorstandserweiterung vorsieht. Es wäre damit aber möglich, dass Pofalla früher oder später einen der Vorstände ersetzt. Zu dem Konzept Grubes, das für diese Aufsichtsratssitzung angekündigt war, wollte die Bahn am Mittwoch zunächst nichts sagen.

Die Organisation Lobbycontrol sprach sich gegen Pofallas Berufung zum Cheflobbyisten der Bahn aus. „Durch Seitenwechsel von Spitzenpolitikern können sich Unternehmen oder Verbände mit viel Geld bevorzugte Zugänge und Insiderkontakte zur Politik kaufen. Das ist schädlich für die Demokratie“, kritisierte der Verein.

Vor dem Hintergrund des gesunkenen Unternehmensgewinns hatte es Diskussionen über eine geplante Gehaltserhöhung für Grube gegeben. Dieser erklärte am Dienstag seinen Verzicht auf den Aufschlag.



dpa

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