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Wirtschaft Getreidernte im Norden beginnt zögerlich
Nachrichten Wirtschaft Getreidernte im Norden beginnt zögerlich
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00:00 06.07.2016
Gerstenerne auf einem Schlag bei Grimmen. Quelle: Roswitha Pendzinsky

Mit verhaltenem Optimismus starten die Bauern in Mecklenburg-Vorpommern in die Gerstenernte. Die Trockenheit im April und Mai hat vor allem an der Ostseeküste auf vielen Getreideschlägen Spuren hinterlassen. Landesbauernpräsident Detlef Kurreck rechnet damit, dass die Erträge in diesem Sommer „dürftiger ausfallen als im Vorjahr“. Schon die Januar-Fröste hatten den Pflanzen geschadet. „Auf vielen Feldern wachsen großflächig Mohn- und Kornblumen statt Getreide“, heißt es beim Landesbauernverband in Neubrandenburg. Zudem seien die Weltmarktpreise für Getreide „eher niedrig“. Kurreck: „All das kann in den Betrieben zu wirtschaftlich angespannter Situation führen.“

Insgesamt beginnt die Ernte im Norden zögerlich. Einzelne Landwirte würden bereits Gerste dreschen, weiß Frank Schiffner, der Pflanzenbau-Experte des Verbandes. Gestern unterbrachen jedoch starke Niederschläge die Ernte. Schiffner: „Die Bauern liegen aber noch gut in der Zeit.“ Ein Erntebeginn um den 15. Juli sei im Landesdurchschnitt „durchaus normal“.

Laut Deutschem Bauernverband hatten auch andere Bundesländer mit Wetterunbilden zu kämpfen. Wie in MV war es in Schleswig-Holstein und Brandenburg im Frühjahr zu trocken. Im Westen dagegen fiel zum Teil so viel Regen, dass die Felder nicht befahrbar waren. Trotzdem rechnet der Verband im Bundesdurchschnitt mit „leicht überdurchschnittlichen Getreideerträgen“.

Elke Ehlers

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