Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Gewerkschaft sorgt sich um Beschäftigte von Air Berlin
Nachrichten Wirtschaft Gewerkschaft sorgt sich um Beschäftigte von Air Berlin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:43 23.10.2017
Von einer Transfergesellschaft könnten bis zu 4000 Beschäftigte von Air Berlin profitieren. Quelle: Marcel Kusch
Anzeige
Berlin

Die Gewerkschaft Verdi pocht auf eine Auffanggesellschaft für die Mitarbeiter von Air Berlin. „Wir haben große Sorge um die Beschäftigten“, sagte eine Verdi-Sprecherin anlässlich eines Treffens mehrerer Bundesländer.

Die Mitarbeiter müssten in gute, neue Arbeitsplätze vermittelt werden. Eine Transfergesellschaft soll Beschäftigten, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, den Übergang in neue Jobs ermöglichen.

Ob eine solche Gesellschaft kommt, ist unklar. Die Air-Berlin-Länder Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen wollten am Montag mit dem Bund über eine mögliche Unterstützung sprechen. Das Treffen sei für den Nachmittag geplant, bestätigte Berlins Senatssprecherin Claudia Sünder auf Anfrage. Es handle sich um ein informelles Treffen auf Arbeitsebene. Ob Ergebnisse zu erwarten sind, war zunächst unklar.

In einer Transfergesellschaft werden Mitarbeiter freiwillig vorübergehend angestellt, um sich neu qualifizieren und bewerben zu können. Sie bekommen dort nicht ihr volles Gehalt, sondern in der Regel etwa 80 Prozent, wie Christoph Niering vom Verband Insolvenzverwalter Deutschlands (VID) erklärte. Das sei aber am Ende Verhandlungssache, ebenso die Laufzeit. Oft sei dafür etwa ein halbes Jahr vorgesehen. Finanziert werde eine solche Gesellschaft in der Regel vom insolventen Unternehmen und der Agentur für Arbeit.

Auch die Länder sprechen über eine Beteiligung. Die Bundesregierung hatte auch die Lufthansa zum Mitmachen aufgefordert, die große Teile der Air Berlin übernehmen soll. Lufthansa lehnt das aber bisher ab.

dpa

Mehr zum Thema

Noch sind die Millionen nicht zusammen, die Tausenden Air-Berlin-Mitarbeitern etwas Luft verschaffen könnten bei der Jobsuche. Die Sorge hat der Vorstandschef persönlich nicht - das bringt ihm Kritik ein.

18.10.2017

Seit August stehen aus Sicht des Betreibers Gebühren aus, deshalb hält ein isländischer Flughafen einen Air-Berlin-Flieger kurzerhand fest. Die insolvente Airline hält das für rechtswidrig.

20.10.2017

Tausenden Mitarbeitern der insolventen Air Berlin droht die Kündigung - das Unternehmen setzt deshalb vor allem auf eine Transfergesellschaft. Davon könnten bis zu 4000 Beschäftigte profitieren. Am Montag wird verhandelt.

21.10.2017

An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im elektronischen Handel (Xetra) am 23.10.2017 um 13:05 Uhr folgende Kurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt.

23.10.2017

Der japanische Elektronikkonzern Toshiba wird wegen der Verzögerung beim Verkauf seiner Speicherchipsparte im laufenden Jahr voraussichtlich erneut tiefrote Zahlen schreiben.

23.10.2017

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin ist im ersten Halbjahr noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht.

23.10.2017
Anzeige