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Gigantenhochzeit im Rohstoffreich: Grünes Licht auch aus Peking

Baar Gigantenhochzeit im Rohstoffreich: Grünes Licht auch aus Peking

Nach langem Zögern hat China grünes Licht für den milliardenschweren Zusammenschluss des Schweizer Rohstoffhändlers Glencore mit dem schweizerisch-britischen Bergbaukonzern Xstrata gegeben.

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Firmensitz des Glencore-Konzerns im schweizerischen Baar. Foto: Urs Flueeler

Baar. Nach der längst schon erteilten Genehmigung der EU wurde am Dienstag mit der entsprechenden Entscheidung der Regulierungsbehörde in Peking die letzte Hürde für die Gigantenhochzeit genommen.

Allerdings machte Chinas Handelsministerium Auflagen für den zum 2. Mai geplanten Vollzug des Geschäfts, das mit einem Umfang von mehr als 30 Milliarden US-Dollar (22,8 Mrd Euro) die seit Jahren größte Fusion der Branche ist. Das teilten die beiden Konzerne im schweizerischen Baar (Kanton Zug) sowie in London mit.

So muss der neue Megakonzern innerhalb von drei Monaten laut Mitteilung des Ministeriums eine wichtige Kupfermine in Peru abstoßen. Zu den Bedingungen gehört auch, dass Glencore in den kommenden acht Jahren für chinesische Kunden - und damit auf seinem bislang wichtigsten Absatzmarkt - jeweils bestimmte Mindestmengen an Kupfer sowie Blei und Zink zur Verfügung stellen muss.

Die Frist bis zur Megahochzeit war mehrfach verlängert worden, da

die chinesischen Behörden mehr Zeit für ihre Prüfung eingefordert

hatten. Die EU-Kommission hatte für den Deal bereits im November

2012 grünes Licht gegeben, die ebenfalls involvierte Regierung Südafrika schloss sich im Januar 2013 an.

Im Gegensatz zum eigentlich ausgehandelten Fusionsdeal soll die

Führung des neuen Konzerns laut Mitteilung vom Dienstag sofort auf Glencore-Chef Ivan Glasenberg übergehen. Xstrata-Chef Mick Davis verzichte auf die ursprünglich geplanten sechs Monate an der Unternehmensspitze. Er stehe lediglich noch bis Ende Juni als Berater zur Verfügung, hieß es in der Mitteilung von Xstrata. Zusammen mit Davis nehmen eine ganze Reihe der bisherigen Managern des Unternehmens ihren Hut.

Glencore und Xstrata hatten sich im Februar 2012 auf den Zusammenschluss geeinigt. Als „Glencore Xstrata plc“ wollen sie einen der weltgrößten Rohstoffkonzerne bilden, der die gesamte Wertschöpfungskette vom Abbau über den Handel bis zur Lagerung und dem Transport unter einem Firmendach bündeln soll. Der Jahresumsatz soll dann etwa 200 Milliarden Dollar betragen.

 

Glencore zur Fusion

 

dpa

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