Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Girokonto: Wo es weiter günstig ist
Nachrichten Wirtschaft Girokonto: Wo es weiter günstig ist
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:54 21.09.2016
Stiftung Warentest findet nur 25 „Gratiskonten“ . Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Ein Konto, bei dem alle Buchungen inklusive sind, die Girocard nichts kostet und keine Bedingungen zu erfüllen sind? Gibt es noch, hat die Stiftung Warentest bei einer neuen Untersuchung von mehr als 200 Kontomodellen bei gut hundert Banken und Sparkassen herausgefunden. Sie sind nur selten geworden: Lediglich 25 „Gratiskonten ohne Wenn und Aber“ gebe es, so „Finanztest“ am Montag. Sie seien von Direktbanken ohne Filiale angeboten worden, aber auch von regionalen Banken und zwei überregionalen Filialbanken. Vor zwei Jahren waren 13 Banken weniger im Test, aber es gab fünf Gratis­konten mehr.

Wer nicht auf den Service am Schalter verzichten möchte, der muss länger suchen: Laut Studie sind häufig die reinen Online-Konten der Banken kostenfrei – etwa die „ING-Diba“ oder die „comdirect bank“. Aber auch Filialkonten gibt es vereinzelt noch ohne Gebühren. Die einzige Bank, die bundesweit über ein kostenloses Filialnetz verfügt, sei allerdings die „Norisbank“ mit ihrem Produkt „Top-Girokonto“, so die Tester. Weitere kostenlose Filialkonten sind jeweils nur regional präsent, wie bei der „Bremischen Volksbank“ oder den meisten „Sparda-Banken“.

Gratis­konten mit Bedingungen

Auch die Zahl der Giro­konten, die nur unter bestimmten Bedingungen – wie einem monatlichen Mindest­eingang – kostenlos sind, ist zurück­gegangen. In der aktuellen Unter­suchung sind es noch 33, vor zwei Jahren waren es 38. Zudem haben acht Banken im Test angekündigt, ihre Konto­preise noch 2016 zu verändern.

Gratiskonten mit gewissen Vorbedingungen sind häufiger zu finden. Unter anderem verzichten die Postbank oder die Commerzbank auf Gebühren, sofern ein monatlicher Mindesteingang auf dem Girokonto zu verzeichnen ist.

So sparen Sie

Die Stiftung Warentest rät Verbrauchern, Gebührenerhöhungen von Banken nicht hinzunehmen. So sei es beispielsweise gelegentlich möglich, bei der eigenen Bank auf ein günstigeres Kontomodell umzusteigen oder das Kreditinstitut komplett zu wechseln. Manchmal reicht es auch, wenn Kunden ihre Bank-Gewohnheiten ändern und Überweisungen nicht mehr per Formular, sondern am PC veranlassen.

Banken leiden unter Niedrigzins-Phase

Die Niedrigzinsphase macht es den Banken seit Langem schwerer, Geld zu verdienen. Inzwischen brechen einige deshalb sogar das Tabu, Strafzinsen für Geldeinlagen auf Privatkonten zu erheben. Andere bitten Kunden stärker für die Kontoführung und das Abheben an fremden Geldautomaten zur Kasse oder erheben Gebühren für Giro- oder Kreditkarten.

Von RND/afp

Anzeige