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Wirtschaft Glyphosat auch in Weizen gefunden
Nachrichten Wirtschaft Glyphosat auch in Weizen gefunden
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00:00 22.09.2016

Wegen des Missbrauchs von Glyphosat in der Getreideernte wurden in zwölf Fällen Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Das bestätigte gestern das Schweriner Agrarministerium auf OZ-Anfrage. Die ertappten Landwirtschaftsbetriebe müssen mit Bußgeldern und Kürzungen der Agrarbeihilfen rechnen.

In fünf Fällen geht es um Verstöße bei Weizen, sieben Fälle betreffen Gerste. Das stellte sich bei den Nachkontrollen des Rostocker Landesamtes für Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit in den Betrieben heraus. Im Juli hatte der Landes-Pflanzenschutzdienst unmittelbar vor der Getreideernte 98 Schläge Wintergerste, 89 Winterweizen-Flächen sowie einen Haferschlag kontrolliert. Dabei wurden 25 Verdachtsfälle bei Gerste und 17 Verdachtsfälle im Weizen registriert, von denen sich dann zwölf durch Rückstandsanalysen und Betriebskontrollen bestätigten. In Hafer wurden keine Glyphosatrückstände gefunden.

Im Frühjahr hatte das Rostocker Amt das umstrittene Pflanzengift in Einzelfällen auch in Bier, Malz und Braugerste festgestellt. Drei von 78 Proben waren auffällig.

Das Pflanzenschutzmittel Glyphosat ist nicht verboten, darf aber nur unter bestimmten Bedingungen eingesetzt werden. Erlaubt ist die sogenannte Vor-Ernte-Behandlung, um Unkraut und unreife Triebe totzuspritzen. Erlaubt ist auch nach der Ernte eine Stoppelbehandlung, um vor der Neuaussaat vor allem Quecken zu bekämpfen.

Die Wirkung von Glyphosat auf den Menschen wird unterschiedlich beurteilt. Nach Meinung von Kritikern steht Glyphosat im Verdacht, Krebs auszulösen. Das Bundesamt für Risikoforschung teilt diese Auffassung nicht.

Elke Ehlers

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