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Wirtschaft Greifswalder Anlagenbauer AKB ist insolvent
Nachrichten Wirtschaft Greifswalder Anlagenbauer AKB ist insolvent
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00:05 12.10.2016

Der Anlagen- und Kraftwerkrohrleitungsbauer AKB hat am vergangenen Mittwoch für mehrere seiner Gesellschaften Insolvenz angemeldet. Geschäftsführer Michael Lüdeke hat selbst den Antrag beim Insolvenzgericht in Stralsund gestellt. Betroffen sind drei zur Firma gehörende Unternehmen mit insgesamt 230 Mitarbeitern: die Firmen AKB Energie- und Umwelttechnik GmbH mit Sitz in Greifswald, AKB Maschinen- und Anlagentechnik (MAT) mit Niederlassungen in Sanitz und Upahl sowie die AKB Montage und Personaldienst GmbH mit Hauptsitz in Greifswald und Niederlassungen in Hamm und Erlangen sowie die AKB Holding. Für sie wurden die Greifswalder Rechtsanwälte Heiko Jaap und Jörg Sievers zum vorläufigen Insolvenzverwalter bzw. Gutachter bestellt.

AKB führte auch das komplexe Kühlsystem aus Pumpen und Rohren bei Wendelstein 7-X aus. Quelle: Peter Binder

AKB wurde 1996 von Gisela Brandt und Waldemar Kukuk gegründet. 2007 kaufte Michael Lüdeke das Unternehmen und übernahm die Geschäftsführung. Der Jahresumsatz belief sich nach seinen Aussagen zum 20-jährigen Firmenjubiläum auf 28 Millionen Euro. MAT beispielsweise arbeitet für die Meyer Werft in Papenburg und baut für die Aida-Schiffe unter anderem die Wasserrutschen und die Regalsysteme.

Deutschlandweit gut zu tun hat auch die Montage und Personaldienst GmbH.

Die Energie- und Umwelttechnik GmbH war vor allem im Russland-Geschäft aktiv. „Und genau das ist wegen der gegen Russland verhängten Sanktionen komplett weggebrochen“, schildert AKB-Geschäftsführer Lüdeke. Im Unternehmen habe man versucht, gegenzusteuern und zu sanieren, aber solche großen Aufträge ließen sich nicht auf die Schnelle kompensieren. Jaap rechnet mit einer Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum 1. Dezember. „Wir sind bemüht, ein tragfähiges Sanierungskonzept für die Kernbereiche hinzubekommen“, betont er. Auch Lüdeke selbst spricht von Ideen zur Sanierung. Außerdem habe er bereits das Gespräch mit den AKB-Großkunden gesucht. C. Meerkatz

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