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Wirtschaft Größte Speisekammer: Agrarmesse Mela tafelt auf
Nachrichten Wirtschaft Größte Speisekammer: Agrarmesse Mela tafelt auf
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03:49 12.09.2013
Christin Weinhold, 34, Geschäftsführerin des Messeveranstalters MAZ Mühlengeez

Mühlengeez — „Wer wissen will, was die Land- und Ernährungswirtschaft Neues zu bieten hat, der muss auf die Mela kommen.“ Darin sind sich Agrarminister Till Backhaus (SPD) und Landesbauernpräsident Rainer Tietböhl einig. Mit 1061 Ausstellern aus elf Ländern, 170 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche und fast 1200 Tieren gilt die viertägige Messe, die heute in Mühlengeez bei Güstrow beginnt, nicht nur als größte Agrarschau Norddeutschlands, sondern auch als imposante „Speisekammer“. Milch, Käse, Wurst, Fisch, Honig, Brot, Obst und Gemüse — die Lebensmittelbranche tafelt üppig auf.

„Die Hallen sind voll mit guten Produkten aus Mecklenburg-Vorpommern, auch das Freigelände ist gut belegt. Wir freuen uns, dass die Aussteller uns treu bleiben“, sagt Christin Weinhold , die als neue Geschäftsführerin des Messeveranstalters MAZ erstmals die Traditionsmesse eröffnet. Zum Vergleich: Die Mela-„Erstausgabe“ 1991 fand mit 300 Ausstellern auf 10 000 Quadratmetern statt. Damals kamen 15 000 Besucher, jetzt erwarten die Veranstalter rund 70 000 Gäste.

Neben Züchterwettbewerben und vielen Foren für Fachbesucher bietet die Mela wieder ein buntes Programm für das breite Publikum: Vom Schaumelken bis zu Vorführungen von Imkern und Waldarbeitern, über Technik-Präsentationen bis zum Schafscheren und Spinnen von Schafwolle. „Wir sind stolz, dass das Schwarzköpfige Fleischschaf als ‘Tier der Mela‘ besonders viel Aufmerksamkeit bekommt“, sagt Sven Grumbach vom Landesschaf- und Ziegenzuchtverband. Zwar werden große Herden immer seltener, nur rund 60 Berufsschäfer haben in MV noch ihr Auskommen. Doch es gibt 4000 Schafhalter, die Tiere als Hobby halten. „Das zeigt doch, wie beliebt Schafe sind“, meint Grumbach.

Messe-Chefin Weinhold wartet auch mit Neuheiten auf: Für Landwirte, die sich als Energiewirte profilieren wollen, stellt der Bundesverband Windenergie Projekte vor. Außerdem wird die Kinder-Mela größer. „Wegen des großen Zuspruchs haben wir in der Halle 100 Plätze zusätzlich geschaffen“, berichtet die gebürtige Güstrowerin. Außerdem gibt es heute und morgen mehr Veranstaltungen, bei denen die Jüngsten Wissenswertes über Tiere erfahren, das sie später bei einem Quiz unter Beweis stellen können.

Agrarpolitischer Höhepunkt der Messe ist am Freitag der Landesbauerntag mit einer Diskussion zum Thema „Teller und Tank“. Geöffnet ist die Messe bis Sonntag täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr. Die Tageskarte kostet 9 Euro, ermäßigt 6 Euro. Kinder von 6 bis 14 Jahren zahlen 4 Euro, Familien 20 Euro.

Internet:

www.mela-messe.de

DREI FRAGEN AN...

1Erstmals leitet eine Frau die MAZ-Messegesellschaft. Weht jetzt ein neuer, frischer Wind auf der Mela? Brauchen wir den? Die Mela ist eine der schönsten Messen in ganz Mecklenburg-Vorpommern — mit den meisten Besuchern, dem größten Gelände und der höchsten Ausstellerzahl. Wir sind stolz, dass unser kleines Team aus sechs Leuten so eine großartige Schau hinbekommt. Ich bin ja auch nicht neu, sondern arbeite seit 14 Jahren im Mela-Projektteam. Wir führen das bisherige Erfolgsrezept fort, wollen es aber jedes Jahr noch etwas besser machen. Eine Messe-Neuheit ist die Sonderausstellung des Bundesverbandes Windenergie, der über Windprojekte informiert, die für Landwirte interessant sind — also doch ein bisschen frischer Wind.

2Die Mela versteht sich als Fachmesse mit Erlebnis-Charakter. Was können Besucher alles erleben?
Alles, was mit Land- und Ernährungswirtschaft zu tun hat. Ganz moderne Landtechnik, aber auch Oldtimer-Traktoren, mit denen ältere Besucher in ihrer Jugend selbst gearbeitet haben. Und natürlich die vielen Tiere. Die Züchter stellen 1200 Tiere vor. Manchmal werden es während der Mela sogar noch mehr: Einmal wurden auf der Messe zwei Lämmer geboren.

3Haben Sie ein Lieblingstier? Ich liebe Pferde, weil ich mit ihnen aufgewachsen bin. Die Landeselite-Stutenschau am Freitag ist für mich ein besonderes Erlebnis. Die großen Pferde-Schauprogramme am Sonnabend und Sonntag begeistern die Besucher jedes Jahr aufs Neue.

Interview: Elke Ehlers

Elke Ehlers

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