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Wirtschaft Großauftrag: EEW baut 116 Riesenrohre
Nachrichten Wirtschaft Großauftrag: EEW baut 116 Riesenrohre
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00:05 26.11.2016
Riesige Rohre, wie dieses 82 Meter lange Monopile, werden im EEW-Werk im Rostocker Überseehafen gefertigt. FOTO: OVE ARSCHOLL

Großauftrag für den Rostocker Großrohr-Hersteller EEW Special Pipe Constructions: Das Unternehmen wird insgesamt 116 sogenannte Monopiles für den künftig weltgrößten Offshore-Windpark „Hornsea Project 1“ in Großbritannien fertigen. Die Monopiles – Riesenrohre mit einem Durchmesser von bis zu 8,1 Meter – sind die Fundamente für die Windenergieanlagen. Sie sollen ab März 2017 im EEW-Werk im Rostocker Überseehafen produziert werden. Der Auftrag sei ein „Meilenstein in der Entwicklung“ des Unternehmens, betont der Geschäftsführer von EEW Special Pipe Constructions, Heiko Mützelburg.

Der Windpark wird neue Maßstäbe setzen. Mit einer Gesamtkapazität von 1,2 Gigawatt (GW) soll die Anlage mehr als eine Million Haushalte mit Strom versorgen – und sie wird den Angaben zufolge die erste Offshore-Anlage weltweit sein, die über eine Kapazität von mehr als ein GW verfügt. Der gigantische Park wird rund 100 Kilometer vor der Westküste Großbritanniens errichtet, genauer: vor der Küste Yorkshires. Die Inbetriebnahme von „Hornsea Project 1“ mit insgesamt 174 Windenergieanlagen ist für das Jahr 2019 geplant.

Doch es geht noch gewaltiger. Großbritannien plant bereits das nächste Giga-Projekt. „Hornsea Project 2“ soll nicht weit entfernt von der Nummer eins in die Nordsee gesetzt werden. Mit einer Gesamtleistung von 1,8 Milliarden GW wird der Windpark Strom für rund 1,6 Millionen Haushalte produzieren, was der derzeitigen Einwohnerzahl Mecklenburg-Vorpommerns entspricht. Baukosten: rund sechs Milliarden Euro.

Die von EEW für „Hornsea 1“ zu bauenden Monopiles Fundamente werden als Fundamente die Turbinen mit einer Leistung von sieben Megawatt sein. Dabei werden insgesamt knapp 92000 Tonnen Stahl verarbeitet. Auftraggeber ist der dänische Energiekonzern Dong Energy, der das Rostocker Unternehmen als einen Lieferanten lobte, „auf den wir uns wirklich verlassen können“. Axel Meyer

OZ

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