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Großauftrag: Liebherr baut Riesenkran in Rostock

Rostock Großauftrag: Liebherr baut Riesenkran in Rostock

Werk rüstet Spezialschiff aus / Firmengruppe setzt künftig auf Schwerlastkrane

Rostock. Großauftrag für Liebherr in Rostock: Die Unternehmensgruppe baut in seinem hiesigen Werk den kolossalsten Kran ihrer Firmengeschichte. Die Hanseaten sollen das Spezialschiff „Orion“ mit einem Schwerlastkran – einem HLC (Heavy Lift Crane) 295000 – ausrüsten. Der wird künftig auf hoher See vor allem für die Installation von Windparks und für den Rückbau von Offshore-Anlagen eingesetzt. Im Frühjahr 2019 will Liebherr den XXL-Kran ausliefern.

Die Eckdaten sind gewaltig: 3000 Tonnen soll der Riese heben können – und zwar bei einer Ausladung von 50 Meter und einer maximalen Hubhöhe von mehr als 170 Metern. „Das ist eine Tonnageklasse, die ihres Gleichen sucht“, sagt Wolfgang Pfister, Sprecher für die Sparte maritime Krane bei Liebherr. Weltweit gebe es bis dato nur eine handvoll Krane mit vergleichbaren Dimensionen. „Es ist eine Nische, ein absolutes Sonderprojekt.“ Dennoch seien diese Schwerlastheber gefragt, nicht zuletzt im Gas- und Ölsektor. Dort würden sie gebraucht, um wenig lukrative Plattformen zurückzubauen, erklärt Pfister Bereits im vergangenen Jahr hat Liebherr beschlossen, sein Schwerlastkran-Portfolio im Offshore-Bereich zu erweitern, um sich im wachsenden Windenergiesektor und im Anlagen-Rückbau besser zu positionieren. Von beiden Sparten verspricht sich Liebherr nämlich viele lukrative Aufträge. „Die Zukunft im Schwerlastsektor ist vielversprechend und wir erwarten ein Wachstum sowohl in den Bereichen der alternativen Energien als auch im Rückbau von Offshore-Anlagen“, sagt Gordon Clark, Verkaufsleiter Liebherr Offshore-Krane. Bis dato werde der Markt von einigen wenigen Anbietern dominiert, das wolle Liebherr ändern. Der Auftrag für den „Orion“-Kran sei Zeichen dafür, „dass wir in die richtige Richtung gehen“, betont Leopold Berthold, Geschäftsführer Liebherr Maritime Krane.

Schon jetzt hat die Firmengruppe Kraftpakete zu bieten: Liebherrs bis dato traglaststärkster Raupenkran – der LR 13000 – könne 3000 Tonnen heben, allerdings bei geringerer Ausladung, sagt Pfister.

Der neue HCL soll komplett in Rostock entwickelt werden. Der Standort sei durch seine direkte Ostseeanbindung bestens geeignet, um das Großprojekte zu realisieren. Der Projektablauf inklusive Stahlbau, Montage, Installation und Prüfung wird hier stattfinden, kündigt Liebherr an.

Liebherr-MCCtec beschäftigt in Rostock rund 1500 Mitarbeiter. Weltweit sind etwa 41500 Menschen für die Firmengruppe tätig. Zu Liebherr gehören mehr als 130 Gesellschaften in über 50 Ländern auf allen Kontinenten.

Antje Bernstein

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