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Wirtschaft Günstiges Tanken: Dieselpreis an der Ein-Euro-Grenze
Nachrichten Wirtschaft Günstiges Tanken: Dieselpreis an der Ein-Euro-Grenze
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00:00 17.06.2017
Zapfpistole an einer Tankstelle – billiges Öl hilft den Verbrauchern wie den Unternehmen. Quelle: Foto: Tobias Hase/dpa

Ungefähr 50 Liter für einen rot-braunen Schein: Dieselfahrer haben es in diesen Tagen leicht, ihre Tankrechnung zu überschlagen. Der Kraftstoff nähert sich, vor allem in den günstigen Stunden am frühen Abend, wieder der Ein-Euro-Marke an, zum ersten Mal seit Februar 2016. Donnerstagabend war der Liter an der Supermarkt-Tankstelle im Gustower Weg in Stralsund schon für 99,9 Cent zu haben. Tankkunden in Vorpommern leben zurzeit ohnehin günstiger: Der Dieselkurs bewegte sich gestern Mittag in Wolgast, Stralsund und Greifswald an den günstigsten Tankstellen ein bis zwei Cent über der Euro-Schwelle. In Rostock, Wismar und Schwerin waren dagegen mindestens 1,04 Euro fällig. Beim Benzin tut sich weniger: Der Liter Super kostet seit Wochen um die 1,30 Euro, je nach Tageszeit und Tankstelle ein paar Cent mehr oder einen Cent weniger.

Grund für die Preissenkungen ist laut Mineralölwirtschaftsverband der schwache Ölpreis von unter 50 Dollar je Barrel (159 Liter). „Die Öl-Versorgung ist zurzeit sehr gut. Das wirkt sich im harten Tankstellen-Wettbewerb auf die Preise aus“, sagt Sprecher Alexander von Gersdorff. Warum das für Benzin nicht im gleichen Maß gilt, ist nicht ganz klar. In manchen Zeiten seien Mitteldestillate, zu denen neben Diesel auch Heizöl und Kerosin zählen, knapp und teuer. Und manchmal gilt das Gegenteil.

Das zeigt sich auch an der Börse: Der Dieselkurs ist seit Wochen im Fall: An der elektronischen Rohstoffbörse ICE kostete die Tonne Diesel gestern 380 Euro, der tiefste Stand seit vergangenem Sommer.

Indes zeigt der Ausfall der Total-Raffinerie in Leuna (Sachsen-Anhalt) bislang keine Auswirkungen an der Küste. Diese Woche meldeten Tankstellen in Mitteldeutschland erste Lieferengpässe an, betroffen waren vor allem die Marken HEM und Aral. Die Anlage in Leuna ist seit einen Feuer Mitte Mai außer Betrieb, die Reparatur wird noch Wochen dauern. Laut Mineralölwirtschaftsverband wird die Ostseeregion vor allem von den Raffinerien in Schwedt (Brandenburg), Heide (Schleswig-Holstein) und Hamburg beliefert.

Analysten der Commerzbank rechnen mit einer längeren Phase billigen Öls. Weltweit drücken große Lagerbestände in den Förderländern den Kurs, heißt es in der gestern veröffentlichten Ölmarkt-Wochenvorschau. In der zweiten Jahreshälfte könne der Ölpreis vorübergehend steigen, um dann 2018 erneut zu sinken. Weil die USA, Brasilien und Kanada ihre Förderung ankurbeln, zeichnet sich ein Überangebot ab. Gute Aussichten für die „50 Liter für einen rot-braunen Schein“-Regel. . .

gkw

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