Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft HSH Nordbank erwartet im nächsten Jahr schwarze Zahlen
Nachrichten Wirtschaft HSH Nordbank erwartet im nächsten Jahr schwarze Zahlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:17 11.04.2013
Die HSH Nordbank hat wieder einen Verlust erlitten. Foto: Carsten Rehder
Anzeige
Hamburg

. „Angesichts der Krise in der Schifffahrt und höherer Garantiekosten erwarten wir, dass die HSH Nordbank auf Konzernebene auch im Jahr 2013 einen Verlust ausweisen wird“, sagte Vorstandschef Constantin von Oesterreich.

2014 sei dann mit einer rückläufigen Risikovorsorge sowie mit steigenden Erträgen aus dem Kerngeschäft zu rechnen. „Dann sind wir mit dem wesentlichen durch.“ Im kommenden Jahr werde die Bank einen Gewinn erwirtschaften.

Die HSH Nordbank hat zwei große Probleme: Die Vergangenheit und die Schifffahrtskrise. Das Institut stand 2008 am Rand der Pleite und wurde von den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein mit frischem Kapital und hohen Garantien gerettet.

Die EU-Kommission verordnete daraufhin eine Halbierung der Bank. Dieser Prozess ist überwiegend, aber noch nicht vollständig abgeschlossen. Die Bilanzsumme sank im vergangenen Jahr um fünf auf 131 Milliarden Euro und soll weiter auf 120 Milliarden Euro zurückgehen. Die Beteiligungen wurden um 85 Prozent reduziert. Drei Viertel des geplanten Stellenabbaus seien umgesetzt, auf gegenwärtig etwas mehr als 3100 Mitarbeiter.

Weil es der Bank gelingt, neue Kunden zu gewinnen und neue Kredite zu ordentlichen Konditionen zu vergeben, könnte sie auf einem guten Weg aus der Krise sein - wenn da nicht das Schifffahrtsgeschäft wäre. Mit 30 Milliarden Euro Kreditvolumen macht dieser Bereich fast ein Viertel des HSH-Geschäfts aus, deutlich mehr als bei anderen Banken. Das Institut hat rund 2800 Schiffe finanziert - „und das sind keine Tretboote“, sagte von Oesterreich. Die Fracht- und Charterraten sind niedrig, die Preise für gebrauchte Schiffe auch.

Bei vielen Schiffen fehlen die laufenden Einnahmen, um neben den Betriebskosten die Zinsen zu bezahlen, teilweise auch die Tilgung. „Die Krise in der Schifffahrt dauert deutlich länger als erwartet und hat in ihrer Intensität historische Ausmaße“, sagte von Oesterreich. Rund die Hälfte aller Schiffskredite der Bank sei problembehaftet.

So muss die Bank immer mehr Risikovorsorge betreiben - im vergangenen Jahr 656 Millionen Euro. Und so müssen wegen höherer Kapitalanforderungen die staatlichen Garantien wieder von sieben auf zehn Milliarden Euro aufgestockt werden. Das läuft gerade durch die Landesparlamente in Hamburg und Kiel.

Die Kernkapitalquote würde dadurch von gegenwärtig 9,9 auf deutlich über zehn Prozent steigen und alle künftigen Anforderungen der Bankenaufsicht erfüllen, versicherte von Oesterreich. Diese höheren Garantien muss die Bank bezahlen, allein im laufenden Jahr mit mehr als 300 Millionen Euro.

So hat die Bank noch einen langen Weg vor sich. „Ich bin angetreten, die HSH Nordbank in eine sichere und ertragreiche Zukunft zu führen“, sagte von Oesterreich, der im November den Vorstandsvorsitz übernommen hatte. Das Fundament sei gelegt, das neue Geschäftsmodell der „Bank für Unternehmer“ greife. Aber die Rahmenbedingungen blieben eine Herausforderung. „Es dauert noch, bis das Haus und der Innenausbau fertiggestellt ist.“ Bis 2015 soll die Bank wieder vollständig am Markt etabliert sein.

dpa

Schwarzfahrer in Bussen und Bahnen sollen künftig höhere Bußgelder zahlen. Die Strafe soll nach einem Beschluss der Verkehrsministerkonferenz in Flensburg von 40 auf 60 Euro steigen, wie der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Reinhard Meyer sagte.

11.04.2013

Deutschland ist vom Skandal um rund 50 000 Tonnen falsch deklariertes Fleisch aus den Niederlanden flächendeckend betroffen. Es seien praktisch alle Bundesländer tangiert, sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner in Berchtesgaden.

11.04.2013

Die Deutschen gehen laut einer Studie deutlich seltener zum Arzt als noch Mitte der 90er Jahre. Das berichtet die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf eine Umfrage im Auftrag des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

11.04.2013
Anzeige