Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Henkel plant Abonnement-Modelle im Internet
Nachrichten Wirtschaft Henkel plant Abonnement-Modelle im Internet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 18.11.2016
Anzeige
Düsseldorf

Der Persil-Hersteller Henkel will künftig bei seinen Kunden nicht nur mit Waschmitteln, Kosmetik und Klebstoff, sondern auch mit Serviceangeboten wie Online-Buchungsplattformen für Friseurtermine punkten.

Auch Abonnement-Modelle oder die automatische Nachbestellung von Produkten sollen für zusätzlichen Umsatz sorgen. Die Digitalisierung sei ein wichtiger Bestandteil der Konzernstrategie für die nächsten vier Jahre, kündigte der neue Henkel-Chef Hans Van Bylen an. Der digital erzielte Umsatz soll sich bis 2020 auf über vier Milliarden Euro verdoppeln.

Der Manager, der seit Mai an der Spitze des Düsseldorfer Familienunternehmens steht, präsentierte erstmals seine Konzernstrategie „Henkel 2020+“. Bis 2020 soll der Umsatz demnach aus eigener Kraft im Schnitt jährlich um 2 bis 4 Prozent wachsen. Der bereinigte Gewinn je Vorzugsaktie soll ferner jährlich von 7 bis 9 Prozent zulegen. Beim Umsatz ist dies eine Fortschreibung der Pläne für 2016, beim bereinigten Gewinn liegt die Vorgabe leicht unter den Plänen für das laufende Jahr.

Wachsen will Henkel (Persil, Schwarzkopf, Loctite) vor allem mit seinen Top-Marken. Der Anteil der zehn größten Marken am Gesamtumsatz soll in den kommenden vier Jahren auf 75 Prozent steigen. Dafür will Henkel schneller werden. Die Zeit zur Einführung neuer Produkte in der Kosmetik oder im Wasch- und Reinigungsmittelgeschäft soll sich um 30 Prozent verringern. Um Neuheiten voranzutreiben, sind in Düsseldorf und Shanghai sogenannte Innovationszentren geplant.

Wettbewerbsvorteile sollen neben der Entwicklung neuer Technologien auch Dienstleistungen bringen - nicht nur im Konsumentenbereich. Die Düsseldorfer wollen künftig auch ihren Industriekunden stärker Beratung und technische Hilfe anbieten.

Zudem will Henkel die Digitalisierung stärker in den Fokus rücken und den Handel bei der Vernetzung von stationären und Online-Angeboten unterstützen. Konkrete Planungen für eigene Online-Shops von Henkel in Deutschland gebe es dagegen bislang nicht, sagte Van Bylen.

Daneben sollen auch künftig Zukäufe für zusätzliches Wachstum sorgen, bekräftigte er. Erst im Sommer hatte der Konzern den US-Konkurrenten Sun Products für 3,2 Milliarden Euro gekauft, um seine Position auf dem wichtigen Auslandsmarkt zu stärken.

Auch in junge Wachstumsfirmen will Henkel investieren und wird dafür einen Wagniskapital-Fonds mit einem Volumen von bis zu 150 Millionen Euro starten. Die Gesamtinvestitionen bis zum Jahr 2020 bezifferte Henkel auf bis zu 3 Milliarden Euro.

„Henkel ist in einer hervorragenden Ausgangsposition, um in den kommenden Jahren weiter nachhaltig profitabel zu wachsen“, sagte Van Bylen. Der langjährige Henkel-Manager hatte im Mai den Chefposten von Vorgänger Kasper Rorsted übernommen, der nun den Sportartikelkonzern Adidas führt. Rorsted hatte Henkel mit Rekordergebnissen verlassen und damit die Latte für seinen Nachfolger hoch gelegt.

dpa

Mehr zum Thema

Es ist heikel für die Union: Als stärkste Kraft im Land trägt sie einen SPD-Mann für das höchste Staatsamt mit. Auch wenn viele Bürger das für eine gute Wahl halten - die Kanzlerin gerät unter Druck.

14.11.2016

Existieren Bigfoot, Yeti und Dracula vielleicht wirklich? Alles nur Legenden und Mythen? In vielen Regionen der Welt können sich Reisende auf die Suche nach mythischen Kreaturen begeben - von Nordamerika über Bayern bis Australien.

15.11.2016

Außenminister Frank-Walter Steinmeier will im Fall seiner Wahl zum Staatsoberhaupt angesichts weltweiter Krisen Mutmacher sein.

16.11.2016

Obama war ein Präsident, der die USA klar Richtung Pazifische Region orientiert hat. Hierhin führt ihn auch sein letzter Gipfel. Einem seiner Prestigeprojekte droht das rasche Aus. Wegen Donald Trump.

17.11.2016

„Ich bin dann mal weg“: Topmanager Thomas Vollmoeller nimmt sich eine dreimonatige Auszeit – um zu lesen, zu verreisen und nachzudenken. Der Chef des börsennotierten Unternehmens Xing will damit zeigen: „Es ist okay, ein Privatleben zu haben.“

17.11.2016

Boris Johnson ist bekannt für seine flapsigen Äußerungen. Dass dies nicht unbedingt ein Vorzug von Chefdiplomaten ist, dämmerte den Briten bereits seit seiner Ernennung zum Außenamtschef. Nun ist er wegen einer Äußerung zu den Prosecco-Exporten Italiens in der Kritik.

17.11.2016
Anzeige