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IFA Berlin weiter auf Wachstumskurs und mit neuem Konzept

Hallen schon ausgebucht IFA Berlin weiter auf Wachstumskurs und mit neuem Konzept

Die IFA hat neben dem Messegelände unter dem Funkturm seit letztem Jahr bereits ein zweites Standbein in der Station Berlin. Doch dieses Jahr wird es wieder eng. Mit neuen Konzepten wollen die Veranstalter nun auch ein „strukturelles Wachstum“ umsetzen.

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Besucher der IFA 2016 in Berlin bestaunen hochauflösende TV-Geräte.

Quelle: Paul Zinken

Lissabon. Die Elektronikmesse IFA in Berlin ist weiter auf Wachstumskurs. Bereits heute seien die Hallen auf dem Messegelände unter dem Funkturm ausgebucht, sagte IFA-Direktor Jens Heithecker.

„Wir wollen zur nächsten IFA aber auch ein strukturelles Wachstum umsetzen.“ Die aktuellen Pläne sowie Highlights einiger Hersteller für die kommende Ausgabe im September präsentierten die Veranstalter auf einer internationalen Pressekonferenz in Lissabon.

Mit der Station Berlin am Gleisdreieck erweitert die Messe auch in diesem Jahr wieder ihre Spielfläche. Dort werde es mit dem IFA Global Market ein Angebot speziell für Nicht-Markenhersteller geben, das sich vorwiegend an Fachbesucher richtet, sagte Heithecker. Auf dem Messegelände selbst würden unter den Markenherstellern dafür mehr neue Player zu sehen sein.

Vor genau zehn Jahren hatte die IFA eine große Veränderung eingeleitet und erstmals auch Haushaltsgeräte mit ins Programm aufgenommen. Daran, dass das Konzept aufgeht, hätten damals einige gezweifelt, sagte Hans-Joachim Kamp, der Aufsichtsratsvorsitzende des IFA-Veranstalters gfu Consumer & Home Electronics. Heute zeige sich, dass die Sparten sehr erfolgreich zusammengewachsen seien.

Das mobile Internet und die Vernetzung aller Geräte werden als große, übergreifende Trends auch dieses Jahr die Neuheiten der Unterhaltungselektronik und der Haushaltsgeräte prägen, sagte Heithecker. Der Sprachsteuerung komme eine wachsende Bedeutung zu. Auch das Energiemanagement in den Haushalten werde neu definiert. Dabei gehe es nicht mehr nur um die Kontrolle des Verbrauchs für Haushalte, sondern auch um Möglichkeiten, Energie im Stromnetz zu speichern.

Die IFA will zudem wieder junge Firmen und Start-ups nach Berlin holen. Die Halle 26 soll eigens den neuesten Innovationen und Entwicklungen unter der Marke IFA Next als neu konzipierte Plattform dienen. Moderne Flachbildfernseher, die traditionellen Stars der Messe, sollen auch nicht fehlen. Hier dominieren aktuell Geräte mit smarter Internet-Anbindung und Ultra-HD-Auflösung sowie der Bild-Optimierungs-Technologie HDR. „Das TV-Gerät steht in den Haushalten weltweit weiter hoch im Kurs“, sagte Kamp. Der Anteil am Markt für Unterhaltungselektronik steige weiter - von 55 Prozent im Jahr 2011 auf 61,4 Prozent in diesem Jahr.

Auch der TV-Konsum nehme weiter zu. Im Schnitt schauten die Menschen weltweit 183 Minuten lineares TV pro Tag, sagte Kamp. Die gfu erwartet in diesem Jahr beim Absatz von TV-Geräten einen leichten Zuwachs auf 230 Millionen Geräten gegenüber 229 Millionen Einheiten im Jahr 2016. Hierzulande trieben etwa die 40 Prozent Single-Haushalte sowie ein steigender Ersatzbedarf für die erste Generation von Flachbildfernsehern die Nachfrage.

Vor allem große Bildschirmdiagonalen und verbesserte Bildqualität sind demnach gefragt. Die Kunden fragten zwar nicht explizit nach Smart-TVs, wollen heute aber auch selbstverständlich Inhalte etwa von Netflix, YouTube-Videos oder die eigenen Aufzeichnungen auf dem TV-Bildschirm sehen, sagte Jürgen Boyny von der GfK. „Wir haben es heute mit einem neuen Kunden zu tun, der ständig online ist und auch unterwegs gewohnt ist, seine Informationen über das Internet abzurufen.“ Darauf müsse sich die Industrie auch einstellen.

Die IFA findet in diesem Jahr vom 1. bis zum 6. September statt. 2016 war die Messe so groß wie nie. Die Zahl der Aussteller legte um 13 Prozent zu auf 1823. Die vermietete Fläche wuchs um fünf Prozent auf 158 000 Quadratmeter. Die Zahl der Besucher ging leicht zurück: Insgesamt wurden 240 000 gezählt, 5000 weniger als 2015.

dpa

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