Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft IG BAU verlangt Entgegenkommen in der Schlichtung
Nachrichten Wirtschaft IG BAU verlangt Entgegenkommen in der Schlichtung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:14 05.05.2018
IG-BAU-Chef Robert Feiger: „Die Bauarbeiter sind zutiefst enttäuscht und aufgebracht, dass sie trotz bester Aussichten der Branche nicht an den Gewinnen teilhaben sollen.“ Quelle: Hannibal Hanschke/archiv
Anzeige
Frankfurt/Main

Unmittelbar vor Beginn der Bau-Schlichtungsgespräche hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt die Arbeitgeber zu einem Entgegenkommen aufgefordert.

„Die Bauarbeiter sind zutiefst enttäuscht und aufgebracht, dass sie trotz bester Aussichten der Branche nicht an den Gewinnen teilhaben sollen“, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Robert Feiger der Deutschen Presse-Agentur.

Die Schlichtung für die rund 800 000 Beschäftigten beginnt an diesem Montag in Berlin unter Vorsitz des früheren Bundeswirtschaftsministers Wolfgang Clement. „Die Vorstellungen liegen schon sehr weit auseinander. Das wird nicht leicht“, sagte Feiger. Er kenne Clement als professionellen Verhandler, der Problemlagen und Befindlichkeiten genau erfasse.

Die Gewerkschaft verlangt neben 6 Prozent mehr Lohn eine Aufstockung des 13. Monatsgehalts sowie eine Vergütung für lange Anfahrtszeiten zu wechselnden Baustellen. Über den letzten Punkt hätten die Arbeitgeber aus formellen Gründen nicht reden wollen, sagte Feiger. Die Gewerkschaft hatte die Verhandlungen nach drei Runden für gescheitert erklärt.

Beim Gehalt haben die Arbeitgeber 6 Prozent bei einer allerdings doppelt so langen Laufzeit von 24 Monaten angeboten. Dieses Angebot gelte aber nur für die östlichen Tarifgebiete, sagte Feiger. Im Westen wollten die Arbeitgeber laut seiner Darstellung innerhalb von zwei Jahren nur 3,3 Prozent mehr zahlen, um die bis Ende 2022 anstehende Lohngleichheit zwischen Ost und West zu erreichen. Eine jährliche Erhöhung von 1,65 Prozent im Westen sei angesichts der hervorragenden Konjunktur nicht akzeptabel, sagte Feiger.

Die am Montag beginnende Schlichtung muss innerhalb von 14 Tagen zu einem Schlichterspruch führen. Wird dieser nicht einstimmig angenommen, folgt eine weitere Erklärungsfrist von längstens 14 Tagen. Die IG BAU sei zu einem Arbeitskampf bereit, wenn er denn notwendig sei, kündigte Feiger an. Man würde für mögliche Streiks gezielt Baustellen mit hohem Termindruck, großer wirtschaftlicher Bedeutung und breiter Öffentlichkeitswirkung aussuchen.

dpa

Mehr zum Thema

Nach 6 kommt 1: Am 11. Mai wird in Hamburg das neue Kreuzfahrtschiff von Tui Cruises getauft. Die neue „Mein Schiff 1“ ist 20 Meter länger als ihre Schwestern. Das bietet der Reederei Platz für einige Neuerungen - unter anderem für Sport und einen besonderen Roboter.

02.05.2018

Das Gemeindezentrum in Reddelich wird an diesem Freitag eingeweiht.

30.04.2018

Der Abgas-Skandal bedeutete einen Absturz - auch für den langjährigen Volkswagen-Lenker Martin Winterkorn. Lange war es relativ ruhig um den Ex-Chef. Doch plötzlich kehrt die Affäre mit voller Wucht zurück.

05.05.2018

80 Prozent der Mitarbeiter hätten gute Job-Aussichten, sagten die Manager nach der Insolvenz. Jetzt zeigt sich: Das war vermutlich übertrieben.

05.05.2018

Die USA scheiden als Reiseziel für Martin Winterkorn künftig aus: Im Ursprungsland des Diesel-Skandals droht dem früheren VW-Chef ein Gerichtsprozess und im Fall ...

05.05.2018

Berlin. Neue Fenster, Balkon, Dämmung: Ist das Haus modernisiert, wohnt es sich für Mieter meist besser – jedoch nicht unbedingt günstiger.

05.05.2018
Anzeige