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IG Metall legt Airbus, Neptun Werft und Caterpillar lahm

IG Metall legt Airbus, Neptun Werft und Caterpillar lahm

Hamburg. Am dritten Tag ihrer 24-Stunden-Warnstreiks hat die IG Metall Küste gestern die Produktion der Airbus-Flugzeuge in Norddeutschland lahmgelegt und auch deren Zulieferer bestreikt.

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Vor der Zufahrt zur Neptun Werft und zu Caterpillar hatten sich gestern Arbeiter zum 24-Stunden-Warnstreik eingefunden.

Quelle: Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Hamburg . Am dritten Tag ihrer 24-Stunden-Warnstreiks hat die IG Metall Küste gestern die Produktion der Airbus-Flugzeuge in Norddeutschland lahmgelegt und auch deren Zulieferer bestreikt. Sowohl im Airbus-Hauptwerk in Hamburg als auch in den Werken in Bremen und Stade standen alle Räder still.

Neben dem Flugzeugbau traf es den Schiffbau mit den Werften Neptun in Rostock, TKMS in Kiel und Meyer in Papenburg sowie die Maschinenbauer Caterpillar in Rostock, Gabler in Lübeck und Kramer in Bremerhaven. Damit waren erstmals auch Betriebe aus Mecklenburg-Vorpommern in die Streikaktionen einbezogen.

Mit kleineren Warnstreiks beteiligten sich Unternehmen im niedersächsischen Kreis Wesermarsch und in Neumünster. Gestern waren 14 Betriebe mit 30 000 Beschäftigten in allen fünf Küstenländern von Warnstreiks betroffen. „Die Bilanz nach drei Tagen ist sensationell“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. Insgesamt hätten sich 46 000 Metaller aus 30 Betrieben an den ganztägigen Warnstreiks beteiligt. „Das Signal an die Arbeitgeber ist klar: Wenn sie am Montag in Stuttgart an den Verhandlungstisch zurückkehren, müssen sie ein deutlich besseres Angebot mitbringen.“ Von Nordmetall erwarte die IG Metall Küste Bewegung bei regionalen Themen wie Angleichung der Schichtzulage und Bezahlung von Umkleidezeiten.

Der Arbeitgeberverband Nordmetall kritisierte die Warnstreiks. „Die IG Metall hat mit ihren rechtswidrigen Tagesstreiks nun eine Woche lang einen millionenschweren wirtschaftlichen Schaden in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie angerichtet“, sagte Hauptgeschäftsführer Nico Fickinger. „Das mag manchen ihrer Funktionäre und Mitglieder gefallen, den Verhandlungen hilft es überhaupt nicht weiter.“ Wenn es zum Wochenanfang in Stuttgart wieder zu Gesprächen zwischen den Tarifparteien komme, solle der weitgehende Konsens vom vorletzten Wochenende Grundlage der Verhandlungen sein.

Die IG Metall Küste verhandelt für 140 000 Beschäftigte. Sie fordert sechs Prozent mehr Geld und Anspruch auf zeitweise Arbeitszeit-Reduzierung, unter bestimmten Bedingungen mit Zuschuss des Arbeitgebers. Eckart Gienke

OZ

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