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16:16 04.05.2018
Die IG Metall fordert konkrete Planungen für die Zukunft der 18.000 Beschäftigten in deutschen Opel-Werken. Quelle: dpa
Frankfurt am Main

Im Streit um die Zukunft von Opel hat Carlos Tavares, Chef des Mutterkonzerns PSA bereits am Donnerstag einen Schritt in Richtung Einigung gemacht: Er kündigte an, die fertigen Zukunftspläne für die Werke in Eisenach, Rüsselsheim und Kaiserslautern ohne weitere Vorbedingungen mit dem Betriebsrat diskutieren zu wollen. Er sei auch bereit, der Gewerkschaft Kostenstrukturen vergleichbarer PSA-Werke vorzulegen. Die IG Metall reagiert allerdings eher verhalten auf den Vorschlag.

Kein Terminvorschlag für Fortsetzung der Verhandlungen

Der Leiter des Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger, widersprach dem aufkommenden Eindruck, dass neue Tarifverhandlungen unmittelbar bevorstünden. „Uns liegt weder ein neues Angebot von PSA/Opel, noch ein Terminvorschlag für die Fortsetzung der Verhandlungen vor“, erklärte der Gewerkschafter. Er verlangte erneut konkrete und belastbare Planungen für Modelle, Kapazitäten und Investitionen an den deutschen Opel-Standorten mit rund 18.000 Beschäftigten.

„Hängepartie schadet der Marke und gefährdet Arbeitsplätze“

Köhlinger erinnerte unterdessen an Garantien für Standorte und Arbeitsplätze, die PSA in gültigen Tarifverträgen abgegeben habe. Auf dieser Grundlage werde man neue Verträge verhandeln, die über das Jahr 2020 hinausweisen. PSA müsse verstehen, dass die Planungen für die deutschen Standorte nicht einseitig diktiert werden können, sondern wirkliche Verhandlungen den beiderseitigen Willen zu Kompromissen zwingend voraussetzten, erklärte Opel-Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug. Der Gewerkschafter sprach sich für schnelle Verhandlungen aus, an deren Ende verlässliche Regelungen stehen müssten. „Die wochenlange Hängepartie schadet der Marke und gefährdet zukunftssichere Arbeitsplätze.“

Von dpa/RND

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