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IHK: Genting-Deal bringt Chancen für Tausende Beschäftigte

Rostock/Stralsund/Wismar IHK: Genting-Deal bringt Chancen für Tausende Beschäftigte

Die IHK Rostock hat die Übernahme der Nordic-Werften durch den asiatischen Konzern Genting als große Chance für Tausende Beschäftigte im Nordost-Schiffbau bezeichnet.

Rostock/Stralsund/Wismar. Die IHK Rostock hat die Übernahme der Nordic-Werften durch den asiatischen Konzern Genting als große Chance für Tausende Beschäftigte im Nordost-Schiffbau bezeichnet. „Wir können die Schiffbau-Kompetenz als traditionelles industrielles Rückgrat weiter im Land halten“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Jens Rademacher gestern. 2014 waren im Nordosten rund 5000 Menschen direkt und 7500 indirekt im Schiffbau beschäftigt gewesen. „Jetzt werden wieder Schiffe gebaut und keine Konverter-Plattformen.“ Es sei aber das Verdienst des russischen Werfteigners Witalij Jussufow, dass diese Übernahme überhaupt möglich war. „Er hat die Werften über mehrere Jahre hinweg „heiß“ gehalten“, sagte Rademacher.

Einen Tag nach Bekanntwerden der Übernahme ist noch nicht klar, wie der Übergang der Mitarbeiter zum neuen Arbeitgeber über die Bühne gehen wird. An den drei Werften sind aktuell rund 1400 Mitarbeiter beschäftigt. Genting hatte zugesichert, alle Werft-Beschäftigten zu übernehmen.

Der Großteil davon arbeitet an der Fertigstellung der Offshore-Konverterplattform DolWin gamma. Während in Warnemünde die sogenannte Topside der Plattform montiert wird, werden in Wismar und Stralsund die Fundamente gefertigt. Der Übergang der Nordic-Yards-Mitarbeiter zu Genting soll in mehreren Phasen erfolgen und richte sich nach dem Baufortschritt von DolWin gamma, hieß es dazu von Nordic.

Eine Option beim Übergang könnte eine Phase der Kurzarbeit sein. Es gebe dazu entsprechende Gespräche, bestätigte ein Sprecher des Landesarbeitsministeriums. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Der neue Eigner war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Große Erleichterung herrschte gestern auf der Warnow Werft in Warnemünde. Den Verkauf der Werft an den malaysischen Konzern sehen die 400 Mitarbeiter als große Chance, dass der Schiffbaustandort gehalten werden kann, so Betriebsratschef Harald Ruschel. Auf der Volkswerft in Stralsund selbst werde die Übernahme wie ein „Befreiungsschlag“empfunden, erklärte Konstrukteur Eckhard Fraede (56). Im geplanten neuen Werftenverbund, der in den nächsten zehn Jahren Schiffe für die Kreuzfahrtflotte der Genting-Gruppe herstellen will, ist Stralsund für die Fertigung von Mega-Yachten bis 270 Meter Länge vorgesehen. Aufatmen auch für die mehr als 800 Beschäftigten der Wismarer Werft. Die Schiffbauer könnten mit ihrer Erfahrung im Bau von Kreuzfahrtschiffen punkten, auf der damaligen Aker MTW entstanden ab 2002 Schiffe wie die „Aidavita“ und die „Aidaaura“.

OZ

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