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IWF fordert höhere Vermögensabgaben in Deutschland

Für stärkere Lohnsteigerungen IWF fordert höhere Vermögensabgaben in Deutschland

Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert nach einem Bericht des „Handelsblatts“ höhere Abgaben auf Vermögen in Deutschland.

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Das Logo des Internationalen Währungsfonds (IWF) an dessen Hauptsitz in Washington.

Quelle: Jim Lo Scalzo/illustration

Berlin. Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert nach einem Bericht des „Handelsblatts“ höhere Abgaben auf Vermögen in Deutschland.

Die Bundesregierung müsse mehr zur Stärkung des „inklusiven Wachstums“ tun, so dass breitere Bevölkerungsteile von Wirtschaftswachstum und Beschäftigung profitieren, heißt es nach Angaben des Blattes im Entwurf des diesjährigen Deutschland-Berichts des IWF. Darin werde die hohe Abgabenlast unterer Einkommen moniert. Dagegen würden Vermögende vergleichsweise gering belastet.

Der IWF hält deshalb den Angaben zufolge höhere Steuern auf Eigentum für notwendig. Eine weitere Möglichkeit für mehr Wachstums seien stärkere Lohnsteigerungen. Ein Anheizen der Inflation sei dadurch nicht zu erwarten. Der IWF hatte sich in der Vergangenheit bereits mit der Idee einer einmaligen Vermögensabgabe befasst - etwa zur Schuldentilgung, aber nicht speziell bezogen auf ein Land.

Erneut fordert der IWF laut „Handelsblatt“ höhere Investitionen. Auch die Forderung nach einer Liberalisierung des Dienstleistungssektors und Arbeitsmarktes wird bekräftigt. Zugleich werde davor gewarnt, die Hartz-Reformen zurückzudrehen.

Die Sprecherin des Bundesfinanzministeriums, Friederike von Tiesenhausen, sagte am Mittwoch, die genannten möglichen Empfehlungen des IWF seien nicht neu und gingen weitgehend an der Realität vorbei. Sie verwies auf die Rekordbeschäftigung, stabile Konjunktur und „überdurchschnittliche“ Reallohnsteigerungen. Auch verfüge Deutschland über einen leistungsfähigen Sozialstaat - nach Österreich und Belgien sei es das drittstärkste Umverteilungssystem unter Industrieländern. Die aktuellen Beratungen zum Bericht dauerten an. Es gebe noch keine offiziellen IWF-Empfehlungen.

dpa

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