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Im „Pott“ herrscht heute die Krise

Essen/Dortmund Im „Pott“ herrscht heute die Krise

Ruhrgebiet braucht dringend Hilfe für Wandel

Essen/Dortmund. . Nach dem Krieg sorgte die bundesweit gewaltige Nachfrage nach Kohle für einen rasanten Wiederaufbau im Ruhrgebiet. Das Revier als Energie- und Stahllieferant avancierte zum Motor des deutschen Wirtschaftswunders – eine Erfolgsgeschichte. Als Ende der 1950er Jahre der Siegeszug des Erdöls begann und günstigere Kohle zunehmend aus dem Ausland importiert wurde, fand die Region lange kaum Antworten. Schnell gingen Zehntausende Stellen verloren.

 

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Das Ruhrgebiet verarmt: eine Straße in Duisburg

Quelle: R. Weihrauch/dpa

Die Weichen für die Zukunft stellten Nordrhein-Westfalen und die Region 1968 – mehr als zehn Jahre nach Beginn der Krise – mit ihrem „Entwicklungsprogramm Ruhr“. Da hatte das Revier schon viel Zeit verloren. Startprobleme beim technologischen Wandel und Konzentration auf die großen industriellen Arbeitgeber – das werfen Kritiker wie der Wirtschaftsforscher Michael Bahrke vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) der Region bis heute vor. Das Ruhrgebiet verpasse bisher die große Chance, die inzwischen zahlreichen Hochschulen der Region, Forschungseinrichtungen und die vielen jungen Leute in der 5,3 Millionen-Einwohner-Region miteinander zu vernetzen, sagt er.

Wer heute von einer der alten Halden über das einstige Revier schaut, sieht kaum noch rauchende Schornsteine, stattdessen sehr viel Grün. Die Natur hat sich erholt, schwarze Wäsche auf der Leine gibt es schon lange nicht mehr und nach 30 Jahren wird sogar wieder über die Freigabe des Essener Baldeneysees für Schwimmer nachgedacht. Zugleich ist die einst reiche Region so verarmt, dass sogar Kritiker wie Bahrke mehr staatliche Förderung befürworten. Rolf Schraa

OZ

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