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Indien rudert bei seiner Währungsreform etwas zurück

Banknoten ungültig Indien rudert bei seiner Währungsreform etwas zurück

Nach tagelangem Tauziehen zwischen Finanz- und Agrarministerium hat Indien seine radikale Währungsreform aus der vorvergangenen Woche leicht aufgeweicht.

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Ein nicht funktionsfähiger Geldautomat in Neu Delhi.

Quelle: Stefan Mauer/archiv

Neu Delhi. Nach tagelangem Tauziehen zwischen Finanz- und Agrarministerium hat Indien seine radikale Währungsreform aus der vorvergangenen Woche leicht aufgeweicht.

Wie das Finanzministerium mitteilte, dürfen Landwirte ab sofort die zunächst für ungültig erklärten alten Banknoten im Wert von 500 Rupien (rund 6,90 Euro) wieder benutzen, um Saatgut zu kaufen. Die Ausnahme gilt jedoch nur bei staatlich kontrollierten Verkäufern.

In der Nacht auf den 9. November hatte Indiens Premierminister Narendra Modi überraschend die beiden größten Banknoten des Landes im Wert von 1000 und 500 Rupien für ungültig erklärt - nach eigener Aussage, um illegales Schwarzgeld zu entwerten. Die Aktion war vorher geheim gehalten worden. Neue große Scheine werden nur sehr langsam gedruckt. Noch immer sind die Bankfilialen hoffnungslos überlaufen und die meisten Geldautomaten leer.

Die Ankündigung Modis fiel auf den Beginn der Aussaat für die Wintersaison vieler Landwirte. Insbesondere auf dem Land haben viele Inder kein Bankkonto und auch keine Bankfiliale in der Nähe. Agrarminister Radha Mohan Singh hatte deshalb bereits vor einer Woche das Finanzministerium in einem Brief aufgefordert, die alten Banknoten wieder zum Kauf von Saatgut zuzulassen.

dpa

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