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00:05 30.11.2016

Berlin. In den Hochgeschwindigkeitszügen der Deutschen Bahn soll ein stabiler Internet-Zugang ab 1. Januar überall Standard sein – auch in der 2.

Klasse. Das Unternehmen erläuterte gestern in Berlin Details der technischen Aufrüstung. Grenzenlos wird das Surfen nicht sein.

Was will die Bahn anders machen?

Sie stattet die drahtlosen Funknetze (WLAN) ihrer rund 250 ICE derzeit mit einer modernen Technik der schwedischen Firma Icomera aus. Dabei werden alle Mobilfunknetze an einer Bahnstrecke genutzt. Das Steuerungssystem greift auf die jeweils schnellsten Netze (LTE, UMTS) zu und kann die Kapazitäten mehrerer Netzbetreiber bündeln. Bislang wurde nur das Telekom-Netz angezapft.

Worin bestehen Probleme bei der Datenverbindung aus einem Zug?

Der schnelle Wechsel der Funknetze bei bis zu Tempo 300 mit bis zu 800 Fahrgästen pro ICE, die gleichzeitig ins Internet wollen, ist eine schwierige Aufgabe. Das neue System verteilt die Bandbreite möglichst gerecht auf alle Passagiere.

Wie schnell und wie viel kann man das Internet nutzen?

In der 2. Klasse liegt die Datenrate bei knapp unter einem Megabit pro Sekunde, in der 1. Klasse bei mehr als einem Megabit pro Sekunde. Für Fahrgäste der 2. Klasse gilt ein Datenlimit von 200 Megabyte (MB) pro Tag und Gerät – auch dann, wenn man mehrere Züge benutzt.

Was ist damit möglich?

Mit dieser Datenmenge lassen sich bei einer mehrstündigen Fahrt problemlos E-Mails auch mit Anhängen senden und empfangen, man kann chatten und Seiten im Internet aufrufen. Wer sich aber Videos ansieht, hat das Limit schon nach einigen Minuten erreicht. Sobald die Grenze von 200 MB erreicht ist, wird die Verbindung langsamer.

Kann man Volumen nachkaufen?

Erst einmal nicht. Die Bahn will schauen, wie es in der Praxis läuft. Wenn es technisch möglich erscheint, will sie später eine Speed-on-Option anbieten.

OZ

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