Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° wolkig

Navigation:
Iran und Russland wollen Ölförderung ausweiten

Teheran/Kuwait-Stadt Iran und Russland wollen Ölförderung ausweiten

Deutlich gefallen waren die Ölpreise zum Wochenbeginn. Denn wichtige Förderländer waren mit ihrem Plan, die Produktion einzufrieren, gescheitert - der Schock darüber ist aber kaum noch zu spüren. Dabei spielt auch ein Streik eine Rolle.

Teheran/Kuwait-Stadt. Wichtige Förderländer hatten sich nicht auf ein Einfrieren der Ölproduktion einigen können - nun zeichnet sich vielmehr eine Ausweitung ab.

Der Iran bekräftigte, nach der Aufhebung westlicher Sanktionen seine Produktion bis Ende Juni auf mehr als vier Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag zu erhöhen. Zudem erwägt Russland, seine Förderung in diesem Jahr auszuweiten, wie Vize-Energieminister Kirill Molodzow der Agentur Tass zufolge sagte. Demnach ist eine Aufstockung auf 537 bis 540 Millionen Tonnen Rohöl geplant, nach 534 Millionen Tonnen im Vorjahr.

Der Iran hatte nicht am Treffen wichtiger Förderstaaten am Wochenende in Katar teilgenommen. Dort war das Vorhaben von Mitgliedern des Rohstoffkartells Opec wie Saudi-Arabien und Nicht-Mitgliedern wie Russland gescheitert, ein Einfrieren ihrer Produktionsmengen zu beschließen.

Die Ölpreise erholten sich am Dienstag dennoch von ihrem deutlichen Einbruch zum Wochenstart. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am späten Nachmittag 44,21 US-Dollar. Das waren 1,30 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) ebenfalls zur Lieferung im Juni stieg um 1,41 Dollar auf 42,60 Dollar. Händler begründeten die aktuelle Preiserholung unter anderem mit einem Streik von Ölarbeitern in Kuwait, der die Produktion stark minderte.

Commerzbank-Experten schätzen den Produktionsausfall in dem Golfemirat auf etwa 1,7 Millionen Barrel pro Tag. Die Fördermenge betrage demnach derzeit nur 1,1 Millionen Barrel. Diesen Wert nannte auch die Vereinigung der kuwaitischen Ölarbeiter. Hingegen bezifferte die staatliche Nachrichtenagentur Kuna den Umfang unter Berufung auf einen offiziellen Sprecher auf rund 1,5 Millionen Barrel pro Tag.

Der Streik dürfte die Ölpreise indes nicht lange belasten. Die staatliche Ölgesellschaft kündigte an, dass Förderanlagen und Raffinerien schnell wieder hochgefahren werden sollen. Kuwait zählt zu den wichtigsten Förderländern der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec).

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Doha

Die Autofahrer kann es freuen - und die Ölförderer werden wohl weiter leiden. Im Kampf gegen die niedrigen Ölpreise sind Gespräche zur Deckelung der Produktion vorerst gescheitert.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.