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Italien zahlt nach Rating-Abstufung höhere Zinsen

Rom/Frankfurt Italien zahlt nach Rating-Abstufung höhere Zinsen

Italien muss Investoren nach dem jüngsten Rating-Rückschlag etwas höhere Zinsen bieten. Dennoch verlief am Dienstag die erste Geldmarktauktion nach der Abstufung der Kreditwürdigkeit durch die Bonitätsprüfer von Fitch reibungslos.

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Rom wagt sich mit Auktionen von langfristigen Staatsanleihen und kurzlaufenden Geldmarktpapieren an den Markt. Foto: Tim Brakemeier/Illustration

Rom. Die drittgrößte Wirtschaftsmacht im Euroraum sammelte wie geplant 7,75 Milliarden Euro bei Anlegern ein, wie aus Angaben der italienischen Schuldenagentur in Rom hervorgeht. Der Härtetest folgt allerdings zur Wochenmitte. Dann will Italien Anleihen mit längeren Laufzeiten am Markt unterbringen.

Bei der Auktion eines neuen Geldmarktpapiers mit zwölfmonatiger Laufzeit besorgte sich Italien zu etwas teureren Konditionen als zuletzt frisches Geld. Investoren verlangten Zinsen in Höhe von 1,28 Prozent, um die Titel zu zeichnen. Am 12. Februar hatten die Zinsen noch bei 1,09 Prozent gelegen. Dafür legte die Nachfrage nach den Schuldverschreibungen leicht zu.

Auch Spanien konnte sich problemlos refinanzieren. Mit einer Versteigerung zweier kurzlaufender Schuldtitel über sechs und zwölf Monate nahm das krisengeschwächte Land sogar mehr Geld ein als anvisiert. Wie aus Zahlen der nationalen Notenbank hervorgeht, lag die Kreditaufnahme bei 5,83 Milliarden Euro. Angestrebt wurde eine Summe zwischen 4,5 und 5,5 Milliarden Euro. Dank einer hohen Nachfrage gaben die Zinskosten nach. Das sechsmonatige Papier spülte knapp zwei Milliarden Euro in die Staatskasse. Es rentierte mit 0,79 Prozent und damit etwas niedriger als bei einer Auktion vor einem Monat. Die Rendite des Schuldtitels mit einjähriger Laufzeit verringerte sich binnen Monatsfrist um 0,19 Punkte auf 1,36 Prozent.

Ein Grund für die problemlose Platzierung der italienischen Titel sind nach Einschätzung von Analysten hohe Auszahlungen aus italienischen Papieren, die zeitgleich mit dem Start der neuen Emission fällig werden. Dadurch seien die italienischen Banken, die die Käuferseite dominieren, mit ausreichend Geld ausgerüstet. Die Finanzmärkte reagierten kaum auf die Auktion. Am Sekundärmarkt, wo bereits ausgegebene Titel gehandelt werden, sanken die Renditen für italienische Anleihen leicht.

Die Ratingagentur Fitch hatte Italiens Kreditwürdigkeit am Freitag um eine Stufe auf „BBB+“ gesenkt. Der Ausblick ist negativ. Fitch hatte die Entscheidung mit politischen Risiken begründet. Nachdem die Parlamentswahlen keine klaren Mehrheiten ergeben hatten, droht Italien politischer Stillstand.

dpa

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