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Japans Wirtschaft wächst dank guter Exportgeschäfte

Privatkonsum schleppend Japans Wirtschaft wächst dank guter Exportgeschäfte

Japans Wirtschaft ist Ende 2016 dank starker Exporte das vierte Quartal in Folge gewachsen. Dies gab die Regierung der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt bekannt.

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In einem Mitsubishi-Werk im japanischen Kawasaki produzieren Arbeiter Teile für LKW und Busse.

Quelle: Franck Robichon/archiv

Tokio. Japans Wirtschaft ist Ende 2016 dank starker Exporte das vierte Quartal in Folge gewachsen. Dies gab die Regierung der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt bekannt.

Danach legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Monaten Oktober bis Dezember um eine hochgerechnete Jahresrate von 1,0 Prozent zu. Im Vergleich zum vorangegangenen Quartal stieg das BIP um 0,2 Prozent. Damit ist die Wirtschaft des ostasiatischen Landes seit Anfang 2016 ununterbrochen auf Wachstumskurs.

Im vierten Quartal 2016 stützte die starke Nachfrage nach japanischen Produkten in den USA und China den Wachstumskurs. Beide Länder sind die wichtigsten Handelspartner Japans. Insgesamt legten die japanischen Ausfuhren in den Monaten Oktober bis Dezember nach Regierungsangaben im Quartalsvergleich um 2,6 Prozent zu und damit vergleichsweise stark.

Dagegen läuft der private Konsum im eigenen Land, der in Japan mit rund 60 Prozent maßgeblich zur Wirtschaftsleistung beiträgt, weiter schleppend. Trotz jahrelanger Versuche des Staates, die Ausgaben der heimischen Verbraucher anzukurbeln, stagnierte der private Konsum im Schlussquartal 2016. Dagegen stiegen die Kapitalausgaben der Unternehmen um 0,9 Prozent.

Experten wie der Ökonom Takashi Shiono von der Bank Crédit Suisse verwiesen auf die Risiken für die japanische Wirtschaft aufgrund der hohen Abhängigkeit durch die Exporte. Wegen der starken Ausfuhren in die USA könnte das Land ins Visier des amerikanischen Präsidenten Donald Trump geraten. Nach Einschätzung von Shiono muss die Regierung in Tokio klarmachen, dass Japan die Wirtschaft auch durch stärkere Investitionen ankurbeln will.

Am Freitag hatten sich US-Präsident Trump und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe in Washington zu einem bilateralen Gespräch getroffen. Dabei vereinbarten sie, die Sicherheits- und Wirtschaftskooperation zwischen beiden Ländern auszubauen. Japans rechtskonservativer Regierungschef gehört zu den wenigen Staatsmännern, die Trump nicht kritisieren.

Volkswirte der Bank HSBC Trinkaus sehen die japanische Wirtschaft auch in den kommenden Monaten auf Wachstumskurs. „Für das laufende Jahr 2017 prognostizieren wir ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent“, hieß es in einer Analyse.

dpa

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