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Wirtschaft Jobabbau in Windkraft-Branche
Nachrichten Wirtschaft Jobabbau in Windkraft-Branche
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00:00 13.07.2018

Hamburg. Die schwierige Lage in der Windindustrie wird sich nach den Erwartungen der IG Metall fortsetzen, wenn nicht politisch gegengesteuert wird.

Meinhard Geiken, IG Metall Bezirk Küste FOTO: DPA

„Wirtschaftsminister Altmaier darf sich nicht länger gegen die im Koalitionsvertrag angekündigten Sonderausschreibungen von vier Gigawatt an Land und den nicht näher ausgeführten Sonderbeitrag der Offshore-Windenergie sperren“, forderte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, am Donnerstag in Hamburg. „So gefährdet er weitere Investitionen, Standorte und Arbeitsplätze in der Zukunftsbranche Wind.“

Der Ausbau der Windenergie an Land und auf See ist ins Stocken gekommen, nachdem im Erneuerbare-Energien-Gesetz Ausschreibungen eingeführt wurden, die gleichzeitig begrenzt sind. Ziel war es, die Kosten der Windkraftanlagen zu senken und damit den Anstieg der Strompreise zu stoppen. Das wurde auch erreicht; Strom aus Windkraft ist an vielen Standorten kaum teurer als aus anderen Energiequellen.

Die Hersteller von Windkraftwerken sehen den deutschen Markt seitdem skeptisch und orientieren sich ins Ausland. Die Koalitionsparteien hatten in ihrem Vertrag festgehalten, dass bis 2030 mindestens 65 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen soll. Dazu sollte die Windenergie wieder stärker ausgebaut werden. Schritte zur Umsetzung dieser Beschlüsse fehlen bislang jedoch. Bei einer Umfrage unter Betriebsräten der Branche erwarten 65 Prozent eine negative Marktentwicklung, berichtete die IG Metall Küste. Außer im Bereich Service und Wartung sei die Auftragsentwicklung überall rückläufig. „Die neuen Ausschreibungen für den Bau von Windparks haben zu einem enormen Kostendruck geführt“, sagte Geiken. Die Folgen für die Mitarbeiter seien dramatisch. Seit Anfang des vergangenen Jahres seien bereits mehr als 2000 Arbeitsplätze in der Branche verloren gegangen. So wurden Werke, wie Senvion in Husum, Powerblades in Bremerhaven oder Carbon Rotec in Lemwerder, geschlossen.

Rund 40 Prozent der befragten Betriebsräte aus der Windenergie nehmen an, dass sich dieser Trend fortsetzt. „Durch den Kahlschlag in einigen Unternehmen verliert die Branche Know-how und damit ihren Vorteil im internationalen Wettbewerb“, sagte Geiken. . Gienke

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