Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
K+S soll wegen Verunreinigung 325 Millionen Euro zahlen

Kassel/Meiningen K+S soll wegen Verunreinigung 325 Millionen Euro zahlen

Wegen Gewässerverunreinigung soll der Kali-Produzent K+S einem Bericht zufolge 325 Millionen Euro zahlen.

Kassel/Meiningen. Wegen Gewässerverunreinigung soll der Kali-Produzent K+S einem Bericht zufolge 325 Millionen Euro zahlen.

Diese Abschöpfung von Einnahmen fordert die Staatsanwaltschaft im thüringischen Meiningen in der Anklage gegen Manager des Dax-Konzerns, wie die „Wirtschaftswoche“ vorab berichtet. Demnach soll K+S rund 9,5 Millionen Kubikmeter Salzabwasser rechtswidrig versenkt haben, um mehr Kalidünger produzieren zu können. Den dadurch entstandenen Wert beziffere die Staatsanwaltschaft auf 325 Millionen Euro. Der Aktienkurs von K+S brach zwischenzeitlich um bis zu 3,45 Prozent ein.

Die Staatsanwaltschaft Meiningen wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren. Die Behörde hat K+S-Manager wegen unerlaubter Abfallbeseitigung angeklagt. Laut „Wirtschaftswoche“ wird ihnen vorgeworfen, „auf Behördenvertreter eingewirkt zu haben, um eine Genehmigung zur Versenkung der Salzabfälle unter der thüringischen Gemeinde Gerstungen zu erlangen“.

Es geht um Salzabwasser, welches das Unternehmen von 1999 bis 2007 in den Erdboden gepumpt haben soll. Die Genehmigung dafür erteilte das Landesbergamt, obwohl aus Sicht der Ermittler die wasserrechtlichen Voraussetzungen dafür nicht gegeben waren. Das Unternehmen hält die Vorwürfe für unbegründet und die erteilten Genehmigungen für rechtmäßig. Zu Details wollte sich der Konzern zunächst nicht äußern. Die Staatsanwaltschaft will ihrerseits Näheres bekanntgeben, wenn die Anklage bei den Betroffenen eingegangen ist.

Das Landgericht Meiningen muss nun prüfen, ob es ein Hauptverfahren eröffnet. Über die Zulassung der Anklage will das Gericht nach „Wirtschaftswoche“-Informationen innerhalb der kommenden drei Monate entscheiden. Daneben ermittelt die Staatsanwaltschaft Meiningen auch gegen ein Dutzend weitere Mitarbeiter des Konzerns sowie drei Beamte des Thüringer Landesbergamtes. Im September 2015 hatten Ermittler wegen des Verdachts illegaler Abfallentsorgung Büro- und Geschäftsräume von K+S sowie zwei Privathäuser durchsucht.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Berlin

Fahnder der Kriminalpolizei wollen in Berlin eine Bande mutmaßlicher Einbrecher stoppen. Doch der Zugriff geht schief.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.