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Kälteeinbruch: Werkstätten wechseln Reifen im Akkord

Greifswald/Rostock Kälteeinbruch: Werkstätten wechseln Reifen im Akkord

Wer jetzt erst Winterreifen aufziehen lassen will, muss längere Wartezeiten in Kauf nehmen / ADAC appelliert, auch Frostschutz und Batterie zu überprüfen

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In der Werkstatt von Reifen Helm in Rostock zieht Marc Karnatz für einen Kunden Winterreifen auf.

Quelle: Bernd Wüstneck/dpa

Greifswald/Rostock. Hochbetrieb bei Reifenhändlern und Autowerkstätten. Der Wintereinbruch erinnert die Autofahrer daran, dass es höchste Zeit zum Reifenwechsel ist. Bei den meisten Werkstätten muss mit mehreren Tagen Wartezeit gerechnet werden. Wer erst jetzt auf die Idee kommt, die Reifen zu wechseln, muss etwa in Greifswald teilweise bis zu drei Wochen auf einen Termin warten. Um den Wagen fit für den Winter zu machen, sollten aber u. a. auch Frostschutz und Batterie überprüft werden, teilt der ADAC mit.

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Wer jetzt erst Winterreifen aufziehen lassen will, muss längere Wartezeiten in Kauf nehmen / ADAC appelliert, auch Frostschutz und Batterie zu überprüfen

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Stau in den Werkstätten: Ein paar Spätzünder beim Reifenwechsel gebe es immer, sagt Daniel Borgwald von Pit Stop in Greifswald. Um künftig sicherzugehen, nicht in winterliches Wetter zu geraten, sollte spätestens Mitte Oktober ein Termin vereinbart werden. Auch bei Euromaster in Neuenkirchen bei Greifswald haben die Mitarbeiter derzeit alle Hände voll zu tun. Autofahrer wollen bei dem Wetter am liebsten sofort ihre Reifen gewechselt haben, sagt eine Mitarbeiterin. Doch die Termine für diese Woche seien bereits seit 14 Tagen vergeben. Wer jetzt komme, müsse zwei bis drei Wochen warten.

Bei der A.T.U-Werkstatt in Stralsund geht es etwas schneller. Wenn die Reifen auf Lager sind, verspricht das Unternehmen einen Wechsel innerhalb von zwei bis drei Tagen, erklärt Leiter Johannes Skrzepski. Müssten Reifen bestellt werden, dauere es eine Woche.

„Wer mit dem Auto bei winterlichen Verhältnissen mit Sommerreifen unterwegs ist, gefährdet nicht nur sich selbst und andere, sondern riskiert unter Umständen auch seinen Versicherungsschutz“, betont die Sprecherin des Polizeipräsidiums Rostock, Isabel Wenzel. Sie forderte alle Autofahrer auf: „Sorgen Sie für Sicherheit im Straßenverkehr und machen Sie Ihr Auto fit für den Winter.“

Die Autofahrer müssen allerdings nicht mit einem schweren Wintereinbruch mit großen Schneemengen rechnen. „Es ist nasskalt mit Regen und Schneeregen, vielleicht kann der Schnee auch mal liegen bleiben“, sagt Meteorologe Stefan Kreibohm vom Wetterdienst Meteomedia. Aber nachts müsse auf jeden Fall mit Frost gerechnet werden.

„Wir sind rappelvoll“, sagt Michael Grewe vom Ostsee-Kfz-Service in Rostock. Eineinhalb Wochen betrage die Wartezeit für den, der sich erst Anfang dieser Woche ans Telefon gesetzt und nach einem Termin gefragt hat. Allerdings hätten sich viele Autofahrer schon in den vergangenen Wochen Gedanken über den kommenden Winter gemacht. Das Wechsel-Geschäft laufe schon seit mehr als einer Woche, sagt Grewe.

Aber nicht nur auf geeignete Winterreifen mit mindestens vier Millimetern Profiltiefe sollten Autofahrer in diesen Tagen achten. „Unbedingt sollte auch der Frostschutz für den Kühler überprüft werden – sonst drohen schwere Motorschäden“, betont der Verkehrsexperte des ADAC Hansa, Carsten Willms. So wie im Kühler sollte der Frostschutz in der Scheibenwischanlage für Temperaturen von mindestens minus 20 Grad Celsius gewappnet sein. Willms: „Wer auf Nummer sicher gehen will, kann den Frostschutz in der Werkstatt überprüfen lassen.“

Pannen-Klassiker in den Wintermonaten sind alte Batterien. „Vor allem in der kalten Jahreszeit ist der ADAC deshalb häufig unterwegs, um liegen gebliebene Autos zu retten“, erklärt Willms. Batterien, die älter als fünf Jahre sind, sollten daher regelmäßig überprüft werden. Bei Minusgraden könne eine Batterie mehr als 50 Prozent an Leistung verlieren. Wichtig sei zudem, das Auto in der Waschanlage mit Unterbodenschutz und Lackkonservierung zu schützen. „Sonst dringt Salz ein und führt zu Korrosionen“, sagt Willms.

Auto fit für den Winter machen

4 Millimeter sollte das Profil der Winterreifen auf jeden Fall tief sein, sonst müssen sie ausgetauscht werden. Das gilt auch für Winter- reifen, die älter als zehn Jahre sind. Laut ADAC-Sprecher Carsten Willms lässt sich die Profiltiefe einfach und schnell überprüfen, indem man eine Ein-Euro-Münze ins Profil steckt: „Wenn der goldene Rand der Münze im Profil verschwindet, ist es noch tief genug.“

Wichtiges Zubehör im Auto sind Eiskratzer, Handschuhe, eine Decke (falls man mit dem Wagen liegen bleibt), Abdeckfolie für die Windschutzscheibe.

Nicht fehlen sollte ein Türschlossenteiser, der aber natürlich nicht im Auto aufbewahrt werden sollte.

Vor dem Losfahren sollten das Auto von Schnee und Eis befreit werden sowie Heizung und Klimaanlage eingeschaltet werden.

Joachim Mangler, Axel Meyer und Martina Rathke

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