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Wirtschaft Kahla erwartet kräftiges Wachstum
Nachrichten Wirtschaft Kahla erwartet kräftiges Wachstum
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00:00 07.02.2017
Bekannt: Untertassen von der Kahla GmbH. Quelle: Foto: Martin Schutt/dpa

Der Thüringer Porzellan-Hersteller Kahla ist mit vollen Auftragsbüchern ins neue Jahr gestartet. „Wir rechnen 2017 mit einem zweistelligen Wachstum“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Holger Raithel. Derzeit werde in dem Werk, das jüngst einer der wichtigen Schauplätze des Weimar-„Tatorts“ war, „unter absoluter Vollauslastung“

gearbeitet. Zudem solle dieses Jahr eine siebenstellige Summe in eine neue Produktionsstraße für Produkte wie Auflaufformen und Schüsseln investiert werden.

Nach vorläufigen Zahlen betrugen die Erlöse 2016 etwa 22,5 Millionen Euro und lagen damit etwa auf Vorjahresniveau. Damit steht das traditionsreiche Unternehmen vergleichsweise gut da. Nach Angaben des Verbandes der Keramischen Industrie hat die Branche 2016 ein Minus von etwa einem Prozent hinnehmen müssen. Das habe vor allem an Rückgängen im Geschäft für Privatkunden gelegen, während bei Porzellan für Hotels und Gaststätten Zuwächse verbucht wurden.

Diesen Bereich will Kahla ausbauen. Zweistellige Steigerungen seien auch im Online-Geschäft zu verzeichnen, berichtete Raithel. Zudem setzt das Familienunternehmen mit rund 300 Beschäftigten auf Wachstum im Ausland, etwa in Nahost und den USA. Derzeit ist es in mehr als 60 Ländern aktiv, in einigen davon sei Kahla aber noch ein Geheimtipp. Die Exportquote liegt bei etwa 40 Prozent. Raithel:

„Ziel bleibt, dies auf 50 Prozent zu steigern.“

Kahla-Porzellan hat im letzten Jahr Raithel zufolge schwarze Zahlen geschrieben. Weiteren Schub erhofft sich Raithel von der Konsumgütermesse Ambiente, die am Freitag in Frankfurt am Main beginnt. Dort will das Unternehmen neue Produkte mit Wildblumen-Dekor vorstellen, aber auch seine Serie „cup it“.

Darin wird das Prinzip des Kaffeebechers für unterwegs auf weitere Gefäße ausgeweitet, um Einwegverpackungen oder Plastikdosen zu ersetzen. Außerdem setzen die Thüringer weiter auf rutschfestes Porzellan, das sich den Angaben nach selbst noch bei Windstärke 8 auf hoher See bewährt. Andreas Hummel

OZ

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