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Kanzlerin drängt auf mehr Leitungen für Energiewende

Schwerin/Berlin Kanzlerin drängt auf mehr Leitungen für Energiewende

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mahnt den Bau neuer Stromleitungen an, damit die Energiewende vorankommt.

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Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD)

Quelle: dpa

Schwerin/Berlin. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mahnt den Bau neuer Stromleitungen an, damit die Energiewende vorankommt. Vor einem Spitzentreffen mit den Ministerpräsidenten zur umstrittenen Reform der Ökostromförderung sagte Merkel in Berlin: „Energiewende findet nur statt, wenn der Strom, der produziert wird, auch zum Schluss durch eine Leitung dahin transportieren werden kann, wo er gebraucht wird.“ Es fehlt derzeit an Leitungen, um vor allem Windstrom aus dem Norden in die Industriezentren im Süden Deutschlands zu transportieren. Eine Einigung zwischen Bund und Ländern war gestern am späten Abend im Kanzleramt noch unsicher – heiß umkämpft ist, wie stark der Bau neuer Windräder gebremst werden soll. Allerdings braucht der Bund nicht die Zustimmung der Länder im Bundesrat. Sie müssen jedoch die Energiewende umsetzen.

Merkel verwies auch auf das Kostenargument: Die Erneuerbaren seien „aus der Nische herausgekommen“ und müssten nun in ein marktwirtschaftliches Umfeld geführt werden, erklärte sie.

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) sagte, es gehe beim besten Willen nicht mehr, „und wenn die Windlobby sich noch so auf die Hinterfüße stellt“, dass Windparks bezuschusst würden, deren Strom niemand brauche: „Kein einziges Stromatom fließt in das Netz, sondern der Strom verschwindet irgendwo und wird bezahlt.“

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) drängt seit Wochen auf eine Einigung bei den Bund-Länder- Gesprächen zur künftigen Ökostrom-Förderung. „Wir müssen jetzt zu gemeinsamen Ergebnissen kommen, auch wenn die Länder unterschiedliche Interessen haben. Es wäre falsch, bei der Energiewende auf halbem Weg stehenzubleiben“, mahnte Sellering gestern.

Auch die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern fordert ein höheres Tempo beim Bau neuer Stromleitungen. Damit sollen der Ausbau der erneuerbaren Energien mit der notwendigen Netzerweiterung in Einklang gebracht und die Kostensteigerung beim Ökostrom gebremst werden. Die Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern (VUMV) appellierte an Bund und Länder, die Weichen richtig zu stellen. Bislang fehlten Lösungen zum Netzausbau und zur Entlastung stromintensiver Firmen.

OZ

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