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Wirtschaft Kaufhaus Stolz auf Expansionskurs in MV
Nachrichten Wirtschaft Kaufhaus Stolz auf Expansionskurs in MV
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00:00 23.07.2016

Zingst/Bad Doberan Während sich viele Einzelhändler aus der Fläche zurückziehen und auf größere Städte konzentrieren, expandiert das Unternehmen Kaufhaus Stolz seit Jahren in Mecklenburg-Vorpommern. Die OSTSEE-ZEITUNG hat sich darüber mit Dieter Deike, Prokurist der Kaufhaus Martin Stolz GmbH, unterhalten.

Kleiden sich im Urlaub bei Kaufhaus Stolz ein: Siegfried Müller (52) mit Sohn Ronny (17) aus dem sächsischen Bergholz. Quelle: Fotos: Frank Söllner
Prokurist Dieter Deike Quelle: Roxin
Kleiden sich im Urlaub bei Kaufhaus Stolz ein: Siegfried Müller (52) mit Sohn Ronny (17) aus dem sächsischen Bergholz. Quelle: Fotos: Frank Söllner
Prokurist Dieter Deike Quelle: Roxin

Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Dieter Deike: Wir fühlen uns wohl in der Region und haben tolles Personal. Das ist ein sehr gutes Fundament. Außerdem hat sich Mecklenburg-Vorpommern stark entwickelt – auch im Tourismus.

Viele Kaufhaus-Stolz-Filialen stehen in Küstenorten. Welche Rolle spielt das Urlaubergeschäft?

Deike: Das ist für uns nichts Neues. Gegründet wurde das Unternehmen 1858 auf der Insel Fehmarn, auch dort ist schon immer für Touristen gearbeitet worden. Um aber das ganze Jahr über erfolgreich zu sein, ist eine gute Mischung wichtig – bei den Kunden und den Standorten. Viele Filialen stehen deshalb auch im ländlichen Bereich. Die werden vor allem von der heimischen Kundschaft genutzt. Über die freuen wir uns genauso wie über Touristen.

Im Moment gibt es 18 Filialen. Zwei sind im vergangenen Jahr dazugekommen – in Rövershagen und am Pommerndreieck. Sind weitere Standorte geplant?

Deike: Ja. Aktuell in Zingst auf dem Darß und in Bad Doberan im Landkreis Rostock. Es gibt noch weitere Standorte, an denen wir Interesse haben, aber da ist noch nichts entschieden. Oft werden wir von Städten und Gemeinden angesprochen, ob wir nicht zu ihnen kommen wollen.

Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie zurzeit in MV?

Deike: Pro Standort haben wir zwischen zehn und 25 Mitarbeiter. Das hängt von der Größe des Hauses ab. In den Sommermonaten kommen noch einige Aushilfen und Studenten dazu.

Bilden Sie auch aus?

Deike: Ja. Am 1. August beginnen wieder 15 neue Azubis ihre Ausbildung in unseren Geschäften in Mecklenburg-Vorpommern, insgesamt sind es dann 30 Auszubildende. Sie können die Berufe Verkäuferin, Einzelhandelskauffrau und Bürokauffrau erlernen.

Wie sind die Übernahmechancen?

Deike: Super. Wir wollen jeden, den wir ausgebildet haben, behalten und schauen uns auch nach späteren Führungskräften um. Deshalb haben wir vor kurzem eine neue Abteilung gegründet, die nur die Ausbildung betreut. Die Mitarbeiter kümmern sich um Akquise, Betreuung und Schulung von Nachwuchskräften.

Zurzeit befinden sich die Kaufhaus-Stolz-Geschäfte ausschließlich in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Wollen Sie auch mal in den Süden Deutschlands expandieren?

Deike: Unser Slogan ist „Stolz – das Kaufhaus des Nordens“ (lacht).

Der könnte geändert werden . . .

Deike: Das stimmt, aber so etwas ist im Moment nicht geplant. Im Norden gibt es schließlich auch noch sehr viele Orte, in denen es Kaufhaus Stolz bisher nicht gibt.

Kerstin Schröder

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